weather-image
27°

Aus finanzieller Sicht sind Hunde Luxus

Coppenbrügge (ist). Hundebesitzer in Coppenbrügge werden demnächst kräftig zur Kasse gebeten. In diesen Wochen flattern die Bescheide über eine höhere Hundesteuer ins Haus – und die ist saftig.

veröffentlicht am 14.08.2012 um 16:12 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

Die neuen Hundesteuerkosten in Coppenbrügge: erster Hund: 60 Euro, zweiter Hund: 90 Euro, jeder weitere Hund: 120 Euro. Foto: ist
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

So unterschiedlich Hundeschicksale in Deutschland sind, eins haben (fast) alle gemeinsam: Hunde gelten fiskalisch im Gegensatz zu Katzen, Pferden (noch) oder allen anderen Haustieren als Nichtsnutze beziehungsweise Luxus. Das bedeutet auch für den Coppenbrügger Hundehalter: Hundesteuer zahlen! Und ab sofort entsprechend den aktuell verschickten Bescheiden aus dem Rathaus nicht zu knapp. Die Hundesteuer im Flecken ist mit Beginn des zweiten Halbjahrs 2012 um satte 71 Prozent für den ersten Hund im Haushalt – von Spielzeug- bis Kalbsgröße – angehoben worden.

Nach dem Besuch einer betroffenen Kundin in seinem Versicherungsbüro wendete sich Ratsherr Klaus-Dieter Dohme (UWGFC) in der vergangenen Woche an den Bürgermeister. „Bekanntermaßen war ich der Einzige im Rat, der gegen die Erhöhung der Hundesteuer gestimmt hat“, schreibt er und weist darauf hin, dass nicht selten allein der eigene Hund kranken und alten Menschen Kraft und Mut zur Teilnahme am öffentlichen Leben gebe – wie im Fall seiner Kundin.

Dohme bittet in seinem Schreiben um Befreiung von der Hundesteuer oder zumindest eine Ermäßigung aufgrund sozialer und menschlicher Aspekte für die Kundin. Mit „vollstem Verständnis“ und nach Rücksprache mit der Betroffenen, teilt Bürgermeister Hans Ulrich Peschka in seiner Antwort mit, dass weder die Finanzabteilung des Fleckens noch Sozialhilfe des Landkreises in diesem Fall hilfreiche Ausnahmeregelungen vorsähen.

Warum die Hundesteuer den Haltern nicht zugutekommt, sondern auch dafür genutzt werden kann, um beispielsweise Haushaltslöcher zu stopfen, lesen Sie in der Dewezet.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare