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Vier Feuerwehren stundenlang im Löscheinsatz / Auf Einsatzfahrt: Auto rutscht gegen Gerätewagen

Aus Fachwerkwänden schlagen Flammen

Thüste (ube). Ein Schornsteinbrand in dem Fachwerkhaus eines 73-jährigen Mannes an der Straße „Am Klei“ in Thüste hat gestern Vormittag die Feuerwehren Thüste, Wallensen, Ockensen und Levedagsen stundenlang in Atem gehalten. In dem Schlot dürfte sich nach Angaben der Feuerwehr Glanzruß entzündet haben. Das Feuer war mehr als 1000 Grad heiß. Durch die große Hitze fingen in den Flurwänden des Erdgeschosses und der ersten Etage dicke Eichenbalken an zu brennen. Auch Weidengeflecht in den mit Lehm gefüllten Gefachen habe sich entzündet, berichtet der stellvertretende Gemeindebrandmeister Dirk Habenicht. „Die Wände brannten richtig. Wir mussten gegen offenes Feuer kämpfen.“ Der Brand wurde um 7.56 Uhr gemeldet. Zunächst rückten nur die Wehren Thüste und Wallensen aus. 20 Minuten später forderte Habenicht Verstärkung an. Freiwillige schlugen den Lehmputz von den Wänden, um die brennenden Gebäudeteile löschen zu können. „Ganze Balken waren weggebrannt. Das Holz muss schon vor längerer Zeit Feuer gefangen haben“, erklärt Habenicht. Sein Fazit: „Der Brand hätte nicht nachts ausbrechen dürfen. Dann wäre das hier böse ausgegangen.“ Einsatzleiter Dirk Habenicht und der stellvertretende Abschnittsleiter West, Jürgen Bitterling, sind sich in einem Punkt einig: „Wenn die Bewohner das Feuer erst viel später entdeckt hätten, wäre das Haus nicht mehr zu retten gewesen.“

veröffentlicht am 05.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:41 Uhr

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Die Feuerwehrleute stützten die Flurdecke im Erdgeschoss vorsorglich mit Stahlstangen ab. Eine Brandwache blieb bis 16 Uhr vor Ort.

Die Polizeiinspektion teilte auf Anfrage mit, nach bisherigen Ermittlungen hätten „Eichenbalken in den Schornstein hineingeragt“. Diese seien „über einen längeren Zeitraum hinweg in Brand geraten“. Im gesamten Haus sei es „zu einer starken Rauchentwicklung“ gekommen.

Habenicht hatte um 8.57 Uhr eine Wärmebildkamera aus Kirchohsen angefordert, um versteckte Glutnester aufspüren zu können. Von der Feuerwehrtechnischen Zentrale startete kurz darauf der Gerätewagen „Atemschutz“. Während der Einsatzfahrt kam es in Voremberg zu einem Verkehrsunfall. Nach Angaben der Polizei war der von einem 34-jährigen Emmerthaler gesteuerte Feuerwehr-Lkw um 9.08 Uhr auf der K 17 (Bisperoder Straße) mit 30 bis 40 km/h in Richtung Bisperode unterwegs. Eine Peugeot-Fahrerin (19) aus Hildesheim habe ihr Auto so stark abgebremst, dass es in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geriet und gegen den Gerätewagen rutschte, sagte Oberkommissar Jörn Schedlitzki. Die junge Frau sei leicht verletzt worden, ihr Peugeot nicht mehr fahrbereit. Die dringend benötigte Wärmebildkamera wurde kurze Zeit später von anderen Feuerwehrleuten nach Thüste transportiert.

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Auf dem Sportplatz in Thüste landete gegen 11.30 Uhr die fliegende Intensivstation „Christoph Niedersachsen“. Dieser Einsatz hatte jedoch nichts mit dem Brand zu tun. Es wurden lediglich Feuerwehrleute abgezogen, um die Maschine über Funk einzuweisen. Der Hubschrauber war zuvor von einem Notarzt angefordert worden, um einen schwer kranken Patienten in eine Spezialklinik zu fliegen. Es habe sich um einen internistischen Notfall in einem Haus gehandelt, hieß es.

Feuer in einem Fachwerkhaus „Am Klei“ – Wände brennen. Vier Ortswehren und das DRK sind angerückt. Wände mussten aufgehackt, Lehmputz abgeschlagen werden. Auf dem Weg nach Thüste verunglückte der Gerätewagen „Atemschutz“.

Foto: Wal



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