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Aus der Not entstanden – jetzt eine lebendige Tradition

Coppenbrügge/Brünnighausen (sto). Das Glockengeläut der St. Nicolai-Kirche am Silvestermorgen ist für die Coppenbrügger Kinder wie ein Wecker, der sie zum Aufstehen mahnt und an eine „freiwillige Pflicht“ erinnert, die da heißt, raus aus den Federn und schleunigst zum Rathaus, um ein leckeres Frühstücksbrot abzuholen. Dieser traditionelle „Neujahrsstuten“ wird alljährlich am letzten Tag des Jahres von der Gemeinde kostenlos an alle Kinder aus Coppenbrügge und aus Brünnighausen verteilt.

veröffentlicht am 01.01.2010 um 16:49 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:21 Uhr

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Coppenbrügge/Brünnighausen (sto). Das Glockengeläut der St. Nicolai-Kirche am Silvestermorgen ist für die Coppenbrügger Kinder wie ein Wecker, der sie zum Aufstehen mahnt und an eine „freiwillige Pflicht“ erinnert, die da heißt, raus aus den Federn und schleunigst zum Rathaus, um ein leckeres Frühstücksbrot abzuholen. Dieser traditionelle „Neujahrsstuten“ wird alljährlich am letzten Tag des Jahres von der Gemeinde kostenlos an alle Kinder aus Coppenbrügge und aus Brünnighausen verteilt. Diesmal waren die Brote in der neuen Landbäckerei von Coppenbrügge, der ehemaligen Bäckerei Stiller, gebacken worden. Eine Art Premiere für Jörg Friedrichs, der den Betrieb erst seit vier Monaten führt. „Ich finde, es ist ein sehr schöner Brauch, der hier praktiziert wird. Ähnliches habe ich bisher noch nicht erlebt“, so der aus Hannover stammende Bäckermeister. Da er derzeit keine Gesellen beschäftigt, freute er sich, dass Sohn Niklas (12) ihm am Silvestermorgen beim Backen der etwa 400 Stuten assistierte. Das Verteilen ist ein alter Brauch, der zurückgeht auf eine Hungersnot anno 1558/1559. Zwei Kinder aus Brünnighausen, die von ihren Eltern am Silvestermorgen mit der Bitte um Brot zur Gräfin Ursula zu Spiegelberg geschickt worden waren, erfroren im Schnee. „Gräfin Ursula, von der Not tief betroffen, ließ die Menschen wieder hoffen, sie verteilte Weizen, ließ backen Brot und linderte so die Hungersnot“, heißt es in einem Gedicht der Brünnighäuser Lehrerin Ilse Hüggelmeyer aus dem Jahr 1968.



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