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Diakonin Bäßmann wechselt nach Usedom

Auf zu neuen Ufern

Coppenbrügge. Ist Kirche in der heutigen Zeit für Kinder und Jugendliche noch attraktiv genug – oder siegen Computer und Co.? „In Coppenbrügge zumindest scheint die Welt noch in Ordnung“, sagt Vera Bäßmann. Als Regionaldiakonin weiß sie, wovon sie spricht, ist sie doch stark involviert in die Kinder- und Jugendarbeit. Über mangelndes Interesse der Kinder und Jugendlichen am kirchlichen Miteinander könne sie sich nicht beklagen. Die gute Vorarbeit in den Kindertagesstätten des Fleckens trage sicherlich dazu bei.

veröffentlicht am 04.04.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 15:41 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Ihr persönliches Rezept, mit dem sie bei Mädchen und Jungen das Interesse für kirchliche Angebote weckt: „Gemeinsam Spaß und Freude haben, Kirche ganzheitlich erleben, sich auf Augenhöhe begegnen und miteinander im Dialog bleiben.“ 22 Jahre lang hat Vera Bäßmann im Flecken Coppenbrügge nach diesen Prinzipien gehandelt und sie an ihre große Kinderschar weitergegeben. Nun schließt die Diakonin „das Coppenbrügger Kapitel“, um sich „zu neuen Ufern“ aufzumachen. Am 1. Juni tritt sie auf der Insel Usedom eine Stelle als Gemeindepädagogin an. „Diese Bezeichnung entspricht in den neuen Bundesländern dem Berufsbild einer Diakonin“, erklärt Bäßmann. Schwerpunkt ihrer Arbeit wird auch dort die Kinder- und Jugendarbeit innerhalb der Gemeinde sein.

Ihre Tage als Regionaldiakonin in Coppenbrügge sind also gezählt. Bereits am kommenden Sonntag, 7. April, wird sie um 16 Uhr in der Coppenbrügger St.-Nicolai-Kirche in einem Familiengottesdienst verabschiedet. Der 9. April ist ihr letzter Arbeitstag. An den dann folgenden Urlaubstagen werden Koffer gepackt. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, weiß Vera Bäßmann schon jetzt. Der Abschied falle ihr sehr schwer, aber sie suche auch neue Herausforderungen und habe sich daher für diese gravierende Veränderung entschieden. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragt die 45-Jährige. Ihr Herz schlage für die See. Deshalb habe sie nicht lange gezögert, als sie von der Stellenausschreibung erfahren habe. Ihr Mann und ihre beiden Söhne stehen hinter ihr, werden ihr aber erst etwas später auf die Sonneninsel Mecklenburg-Vorpommerns folgen.

In ihren 22 Coppenbrügger Jahren hat Vera Bäßmann das kirchliche Gemeindeleben mitgeprägt und mitgestaltet. 1991 in dem kleinen Kirchenkreis Elze-Coppenbrügge als Kirchenkreisdiakonin begonnen, wurde sie 2001, als sich der Kirchenkreis auflöste und im Kreis Hildesheimer-Land aufging, Jugenddiakonin für die drei Kirchengemeinden des Fleckens: Coppenbrügge, Ith und Ith-Nesselberg mit ihren 13 Kirchen. Schwerpunkte ihrer Kinder- und Jugendarbeit waren unter anderem Mini-, Familien- und Jugendgottesdienste, die Konfirmandenarbeit, die Jungschar, Musicalprojekte, Kinderbibeltage und Freizeiten mit jungen Leuten und Familien. Außerdem habe sich Vera Bäßmann für die Einrichtung eines Familienzentrums in Coppenbrügge eingesetzt, würdigt Susanne Korth, die Kirchenvorstandsvorsitzende, im Gemeindebrief der St.-Nicolai-Gemeinde.

Die Stelle der Regionaldiakonin soll nun schnell wiederbesetzt werden. Ausgeschrieben ist sie bereits.

Zur Erinnerung an 22 Jahre Coppenbrügge hat Regionaldiakonin Vera Bäßmann von den 13 Kirchen, in denen sie gearbeitet hat, Fotos geschossen. Diese werden sie an ihren neuen Einsatzort, die Insel Usedom, begleiten.sto



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