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Schützenverein Coppenbrügge schießt mit Pfeilen auf Kunststoff-Bisons / Im Norden einzigartig

Auf Großwildjagd am Ith

Coppenbrügge. Die Großwildjagd mit Pfeil und Bogen in den Weiten der nordamerikanischen Prärie ist dem Karl-May-Roman längst entwachsen: Immer häufiger sieht man in den letzten Jahren Bogenschützen des Schützenvereins Coppenbrügge (SV) mit Köcher und Adlerauge „bewaffnet“ durch das Freizeitareal am Ithkopf pirschen. Dabei geht es den „Rothäuten“ hierzulande, anders als ihren Vorreitern auf der anderen Seite des Erdballs, nicht um die lebensnotwendige Fleischbeschaffung, obwohl sie ähnliche Jagdmethoden haben: Die traditionellen Bogenschützen des SV schießen ohne Hightech-Bogen und Zielgerät auf dreidimensionale, gänzlich unbekömmliche Kunststofftiere.

veröffentlicht am 04.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:21 Uhr

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Autor:

Ingrid Stenzel
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„Der Bogensport ist so vielseitig wie die verschiedenen Bögen“, sagen Claudia Timm und Gerhard Kovacevic, Spartenleiter der 3D-Bogenjagd im SV Coppenbrügge. „Manche Schützen schießen in der Halle aus festgelegten Entfernungen mit Visierhilfe und optischer Vergrößerung auf eine Scheibe.“ Andere – und auch in Coppenbrügge immer mehr – liebten ihren Sport traditionell, ohne Hilfsmittel und verbunden mit der Natur.

So entstand im vergangenen Jahr unter hohen Sicherheitsvorkehrungen im Freizeitareal am Ithkopf ein 3D-Bogenparcours. Entlang eines Pfades in der ehemaligen Kiesgrube wurden auf mehreren Stationen Tiernachbildungen in Lebensgröße und in verschiedenen Abschussentfernungen positioniert. Entstanden ist ein Parcours mit Seltenheitswert in Norddeutschland. „Beste Voraussetzungen“, sagen Timm (Deutsche Meisterin Langbogen 2013) und Kovacevic (Deutscher Vizemeister Langbogen 2012), „um hier Meisterschaften auf Landes- und Bundesebene auszurichten.“

Erstes Highlight der Saison 2013 war jetzt ein an englische Vorbilder angelehntes Clout-Turnier mit 38 Teilnehmern aus ganz Norddeutschland. Ziel des „Spaß-Schießens“ für die Bogner mit Recurve-, Lang-, Reiter- und Primitivbögen aus Ahorn, Ulme und Esche: Den Hartschaum-Bison – witterungsbedingt hätte sich auch eine Schneeziege angeboten – aus einer Distanz von 100 Metern in sechs Durchgängen mit mindestens fünf Pfeilen zu treffen. Bestenfalls im sogenannten „Kill“, dem Herz-Lungen-Bereich. Denn das bringt die Höchstwertung von 15 Punkten ein. Besonderes Lob von Kovacevic gab es am Ende für die Vereinsmitglieder Ralf Ramtel und Michael Kuhblank: „Die beiden haben, obwohl sie erst vor einem Jahr das Bogenschießen bei uns lernten, dieses Turnier haushoch gewonnen.“

Ohne Hightech und Visierhilfe: Beim traditionellen 3D-Bogenschießen ist nur die Brille erlaubt. Der deutsche Vizemeister Gerhard Kovacevic macht es vor.

Das Training der aktuell 30 traditionellen Bogner des SV Coppenbrügge findet jeden Freitag um 17 Uhr sowie an den Wochenenden am Ithkopf statt. Wer erst einmal nur zuschauen möchte, hat Pfingsten Gelegenheit dazu. „Für das Pfingstturnier haben wir bereits Anmeldungen aus dem ganzen norddeutschen Raum, zum Beispiel aus Kiel, Münster, Kassel, Eschwege und Homberg“, berichtet SV-Kassenführer Cord Bokelmann. „Im letzten Jahr kamen einige Bogner im Wohnmobil und haben ein paar Urlaubstage auf dem Campingplatz nebenan verbracht.“

Alle nötigen Informationen für Interessenten geben Claudia Timm und Gerhard Kovacevic unter der Telefonnummer 05068/931921.



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