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Freilicht- und Waldbühne Osterwald probt „Zum Sterben schön“ – ein Musical für die Ewigkeit“

Auf der Suche nach gebrauchten Särgen

Osterwald. Für das „Bestattungsevent“ muss noch ein stilvoller Rahmen geschaffen werden. Auch die Särge fehlen noch. „Vielleicht können wir sie gebraucht bei eBay bestellen“, überlegt Frauke Höflich. Ihre Gesprächspartner sind schockiert. „Gebraucht? Wie soll das denn gehen?“ wollen sie wissen. Das seien Särge, die für Theaterstücke oder von Privatleuten zu Dekorationszwecke benutzt worden seien, werden sie aufgeklärt. Mit dieser Antwort können sich die Skeptiker zufrieden geben. Alles andere wäre in der Tat ziemlich makaber! Klar, dass Särge dazugehören. Ohne sie würde etwas fehlen bei den 15 Vorstellungen des diesjährigen Abendstücks der Freilicht- und Waldbühne Osterwald „Zum Sterben schön“ - ein Musical für die Ewigkeit“. Premiere ist am Freitag, 10. Juli, 20 Uhr.

veröffentlicht am 20.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Die Vorbereitungen sind in vollem Gang. Im Winter fanden die Proben ausschließlich im Studiotheater statt, doch mit den steigenden Temperaturen wagt sich die Spielerschar nun nach draußen. Am vergangenen Wochenende wurde die derzeit noch kulissenlose Waldbühne zur Tanzfläche für die 45 Laiendarsteller. Eingeübt werden musste das Lied „Tanz den Totengräber“. „Musik und Tanz haben in einem Musical natürlich einen großen Stellenwert“, betont Spielleiterin Frauke Höflich. Seit vielen Jahren ist sie aktives Bühnenmitglied vor und hinter den Kulissen. Bereits mehre Male oblag der Juristin die Spielleitung bei Stücken der Osterwaldbühne. Diesmal wird sie unterstützt von Anja Simon. „Für mich ist es eine Premiere als Spielleiterin“, verrät die „Neue“, die im wirklichen Leben als Filialleiterin in Hannover tätig ist. Sie freue sich auf die Herausforderung und auf das „Reinwachsen“ in eine neue Aufgabe.

Das Musical der Musical-Autoren Marc Schubring und Wolfgang Adenberg war im Februar 2013 im „Theater für Niedersachsen“ in Hildesheim uraufgeführt worden. Es ist ein Mix aus schwarzem Humor, absurden Szenen, Skurrilitäten und großen Gefühlen. Das Stück basiert auf dem britischen Kultfilm „Grabgeflüster - Liebe versetzt Särge“ von 2002. Ob sich bereits eine Laienspielbühne an die Aufführung herangewagt hat, vermag Frauke Höflich nicht genau zu sagen. „Eher nicht“, vermutet sie. Sollte dem tatsächlich so sein, wäre die Darbietung in Osterwald eine Art Uraufführung.

Erzählt wird die Geschichte des Bestatters Boris Plots. Auf einer von ihm ausgerichteten Beerdigung trifft er seine inzwischen verheiratete Jugendliebe Betty wieder. Beide verlieben sich erneut. Um einer Scheidung mit ihrem untreuen Ehemann zu entgehen, soll Bettys Tod vorgetäuscht werden. Anschließend wollen sich Boris und Betty nach Tahiti absetzen und ein neues Leben beginnen. Eigentlich will Boris die „Bestattung“ selbst vornehmen, aber ein Eventbestatter funkt ihm dazwischen und will ihn in den Ruin treiben.

Wie es Boris gelingt, die Liebe mit Särgen zu versetzen, zeigt die Osterwaldbühne bis zum 22. August. Karten können telefonisch vorbestellt werden unter 05153/96069. Nähere Informationen im Internet unter www.osterwaldbuehne.de.

Übrigens: Dringend sucht das Bühnenteam Verstärkung für die Tontechnik. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.



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