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Regina Mackensen und Holger Kruppa züchten Slovensky Cuvacs – eine ganz besondere Hunderasse

Auch die weißen Riesen fangen mal klein an

Coppenbrügge. Der allererste Wurf ging zwar daneben, war aber gerade deshalb eher Volltreffer als Niete und sollte richtungsweisend für die nächsten Jahre von Regina Mackensen und Holger Kruppa sein: Das erste vierbeinige Leben, dem sie 2007 auf die Welt geholfen hatten, fiel direkt neben dem Tischbein in Kruppas Hände statt in die vorbereitete Wurfkiste – und weicht seitdem unter dem Namen Andra nur ungern von seiner Seite. Und seitdem bedeutet das vielbeinige, zur Zeit zwanzigbeinige Kuschelweiß mit den Slovensky Cuvacs (sprich: Tschuwatsch), zu gleichen Teilen Großfamilie, Hobby und Wohlbefinden für die beiden Sonderpädagogen: „Einen wunderbaren Ausgleich für unsere überwiegend kopflastige Arbeit in der Schule“ hätten sie in ihrer Zuchtstätte „vom Auencamp“ in Coppenbrügge gefunden, die sie 2007 aufgebaut haben.

veröffentlicht am 24.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:41 Uhr

Siebn auf einen Streich: Die Welpen vom ersten Wurf im Lieblings

Autor:

Ingrid Stenzel
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Familienhund braucht viel Natur und Menschen

Heute gehören die „Auencamper“ mit den weißen Hirtenhunden aus der Slowakei zu den nur fünf vom VDH/FCI registrierten und in Deutschland anerkannten Zuchtstätten dieser eher selteneren, imposanten Hunderasse der Welt, der einzigen in Norddeutschland. Dabei sei der Zuchtgedanke zunächst gänzlich ungeplant gewesen und „mehr aus Zufall“ entstanden, sagen sie.

Beide hatten schon ihr Leben lang mit Hunden gelebt, als Neujahr 2005 Caja-Luna nach reiflichen Überlegungen und Reisen durch ganz Europa in die Familie aufgenommen wurde. Robust war sie, wetterfest und mit gutem Charakter, wie gewünscht – darüber hinaus entwickelte sie sich zu einer Schönheit, die bei Neugierbesuchen von Hundeausstellungen gleichermaßen für bewundernde Blicke wie Empfehlung zur Zucht sorgte. „Und so keimte in uns der Gedanke, diese prachtvolle Hündin Mutter werden zu lassen und mit ihr eine Zucht aufzubauen“, sagen Mackensen und Kruppa, in deren Auencamp Caja-Luna, „Deutscher Champion VDH 2008“, in zwei Würfen (2007 und 2008) insgesamt 15 Welpen zur Welt brachte: 15-mal mentale Stärke, Ruhe und Ausgeglichenheit eines idealen Familien- und Begleithundes mit inniger Bindung zu „seinen“ Menschen. 15-mal Hundeklugheit und -gelehrigkeit für Individualisten, Geduldige und Zielstrebige, gern auch mit „dickem Schädel“, sagen die Pädagogen, denn einen solchen haben die Cuvacs auch.

Als Herdenschutzhund, der über Hunderte von Jahren in der Slowakei gezüchtet wurde um Nutztiere vor vier- oder auch zweibeinigen Räubern zu schützen und die Häuser und Gehöfte ihrer Besitzer zu bewachen, zeichne sich der Slovensky Cuvac durch ein hohes Maß an Selbstständigkeit sowie Vorsicht und gesunde Skepsis gegenüber allem Fremden zur Verrichtung seiner ursprünglichen Arbeit aus. Er brauche Menschen, die bereit sind, sich auf seine besonderen Eigenschaften und Bedürfnisse einzulassen, die bereit sind, einen weißen Riesen dieser Rasse in seiner Selbstständigkeit zu verstehen und zu akzeptieren, die dadurch letztlich mit bedingungsloser Hundeloyalität belohnt werden. „Der Slovensky Cuvac ist ein Hund mit Anspruch, keiner für jedermann“, sagen die beiden Züchter. Er sei keine Couch-Potatoe mit ergebenem Kuschelbedürfnis für die Sofaecke, sondern gehöre in die freie Natur. Und auch „wer einen Hund haben möchte, der aufs erste Wort gehorcht, sollte sich besser nach einer anderen Rasse umsehen“.

2 Bilder
„Innige Bindung“: Regina Mackensen und ihre Hunde.

Ob es denn überhaupt Sinn macht, eine solch urtümliche Rasse in unserer „modernen“ Welt zu züchten, und ob es möglich ist, sie artgerecht zu halten? Keine Frage, sagen Mackensen und Kruppa, die die innige Bindung von Mutter Caja-Luna, den Töchtern Andra und Askja-Luna aus dem ersten, Sohn Barak aus dem zweiten Wurf sowie „Hausfreund“ Divo täglich genießen. „Gerne möchten wir dazu beitragen, dass der eher kleine Genpool dieser faszinierenden und wertvollen Rasse erhalten bleibt!“ Denn wie sagt man in der Tatra? „Wenn der Hund wacht, mag der Hirte schlafen.“ Das ist Entspannung pur für die Seele und gelte auch, wenn die Herde eine Menschenfamilie ist.



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