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Ende Februar wird Schule am Kanstein Großbaustelle

Asbest– Sanierung wird Monate dauern

Jetzt soll es losgehen mit der Sanierung der KGS Salzhemmendorf: In Abstimmung mit der Schulleitung soll die Baustelle für die Fassadensanierung Ende Februar eingerichtet werden.

veröffentlicht am 29.01.2018 um 11:44 Uhr
aktualisiert am 29.01.2018 um 17:40 Uhr

Im ersten Fassadenabschnitt wird der Bereich des Haupteingangs der KGS Salzhemmndorf überholt. Foto: wal
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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SALZHEMMENDORF. Bereits Mitte des Vorjahres hatte der Kreisausschuss die Entwurfsplanung für die Erneuerung der Fassade des Altbaus der KGS Salzhemmendorf genehmigt und den Kostenrahmen auf 7,54 Millionen Euro festgesetzt. Weil der Landkreis aus dem Niedersächsischen Kommunalförderungsgesetz aber 3,9 Millionen erhalten hat, die komplett in diese Sanierungsmaßnahme fließen, wird der Kreishaushalt nur mit rund 3,88 Millionen belastet.. Gebaut werden soll im laufenden Schulbetrieb. Hierzu ist die Maßnahme in sieben Bauabschnitte aufgeteilt worden. 2022 soll der rund 40 Jahre alte Bau der KGS Salzhemmendorf durchsaniert sein. Im ersten Fassadenabschnitt wird der Bereich des Haupteingangs überholt. Die Arbeiten dauern hier etwa bis zum Herbst dieses Jahres.

Weil bei dem Mitte der 1970er Jahre errichteten Bau das gesundheitsschädliche Asbest verwendet wurde, muss fast die Hälfte der auf 45 Monate kalkulierten Bauzeit allein für die Entfernung und fachgerechte Entsorgung dieses heute nicht mehr verwendeten Baustoffs verwendet werden, der sich in der alten Fassade befindet. Um in der Abrissphase eine Gefährdung durch Asbeststaub zu verhindern, werden die jeweiligen Baubereiche von den genutzten Unterrichtsbereichen abgetrennt. „Innerhalb der Zeiträume der Schadstoffsanierungen werden zusätzliche Abschottungen und Einhausungen entsprechend der Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) hergestellt. Die Baumaßnahme wird durch einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator und einen weiteren Schadstoffsachverständigen begleitet und überwacht“, erklärt Nikola Stasko, Persönliche Referentin des Landrates.

Mit der anschließenden Fassaden-Sanierung des Altbaues soll die Außenhaut des Schulbaus dann auch energetisch auf Vordermann gebracht werden: Mit der neuen anthrazit-grauen Fassade soll der Energiebedarf deutlich gesenkt werden. Im Augenblick geht wegen der nur fünf Zentimeter starken Styropordämmung viel Wärme ins Freie hinaus. Die neue Fassade wird aus aneinandergeklammerten Fensterelementen mit senkrechten Lüftungsschächten bestehen.

Es ist geplant, dass der Schulbetrieb in den knapp vier Jahren weitergeht. Über die Dauer der Fassadensanierung werden Ersatz-Unterrichtsräume in einer Schulcontaineranlage auf dem östlichen Schulhof aufgestellt. Um im Bauablauf möglichst wenige Unterrichtsräume im Schulgebäude gleichzeitig außer Betrieb zu nehmen, ist die Fassadensanierung in besagte Einzelabschnitte aufgeteilt worden. „Einschränkungen im Schulbetrieb sollen somit bestmöglich vermieden werden. Trotz dessen sind Beeinträchtigungen durch die Bauleistungen nicht gänzlich auszuschließen“, kündigt Nikola Stasko an.

Der erste Teil der Containeranlage mit fünf Unterrichtsräumen wird in der ersten Februarwoche errichtet und soll bis zum Baubeginn für Unterrichtszwecke eingerichtet sein. Anfang 2019 ist dann eine Aufstockung der Containeranlage vorgesehen.

Grundsätzlich ist vom Landkreis als Sanierungs-Bauherrn der Ablauf so geplant, dass Klassen ihre normalen Räumlichkeiten im Gebäude nur über die Dauer des jeweiligen Bauabschnitts verlassen müssen. Nach Fertigstellung des Abschnitts können die Klassenzimmer wieder bezogen werden. Die Zeiträume liegen je nach Größe der zu sanierenden Fassadenabschnitte zwischen vier und zehn Monaten. Stasko: „Letztlich entscheidet aber die Schule über die Verwendung und Belegung der Ersatz-Unterrichtsräume.“

Zur aktuellen Kostensteigerung gegenüber ersten Planungen hat unter anderem auch die Tatsache beigetragen, dass die Container, die für die Aufrechterhaltung des Unterrichts angemietet werden müssen, länger genutzt werden als ursprünglich geplant; das lässt die Mietkosten von 187 400 Euro auf 240 000 Euro steigen. Ein weiterer Kostenfaktor sind zusätzliche Abfangkonstruktionen im Fassadenüberhang im Erdgeschoss. Hier muss die Statik des Altbaus stabilisiert werden. Mehr Geld ist auch einzuplanen, weil die alte Elektroversorgung nicht mehr genutzt werden kann. Insgesamt sind so nach heutigen Schätzungen bei den nun veranschlagten 7,54 Millionen Euro Baukosten rund 880 000 Euro mehr als ursprünglich geplant anzusetzen.



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