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Arbeitslose arbeiten am Bach bei Wind und Wetter

Coppenbrügge (gök). Bis vor kurzem war nur eine Wiese südlich des Campingplatzes in Coppenbrügge zu sehen. Vor Jahren plätscherte hier noch ein Bach Richtung Coppenbrügge, der im Waldgebiet des Ith-Nordhanges entspringt. Doch mit den Jahren hat sich die Natur so sehr ausgebreitet, dass der Bach komplett zugewachsen ist und das Wasser über die ganze Wiese den Berg herunter geflossen ist.
 Zusammen mit Joachim Gustke von der Akademie Überlingen entwickelte Jürgen Krückeberg vom Flecken Coppenbrügge nun ein Konzept, in dem der Bach renaturiert und als Bach wieder erkennbar hergestellt werden soll. Die Maßnahmen sind in vier Teilbereiche aufgeteilt. Dazu stellt die Akademie Überlingen fünf Langzeitarbeitslose, die unter fachkundiger Anleitung sich em Projekt annehmen konnten und mittlerweile schon ganze Arbeit geleistet haben.

veröffentlicht am 04.03.2010 um 11:04 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:21 Uhr

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Coppenbrügge (gök). Bis vor kurzem war nur eine Wiese südlich des Campingplatzes in Coppenbrügge zu sehen. Vor Jahren plätscherte hier noch ein Bach Richtung Coppenbrügge, der im Waldgebiet des Ith-Nordhanges entspringt. Doch mit den Jahren hat sich die Natur so sehr ausgebreitet, dass der Bach komplett zugewachsen ist und das Wasser über die ganze Wiese den Berg herunter geflossen ist.
 Zusammen mit Joachim Gustke von der Akademie Überlingen entwickelte Jürgen Krückeberg vom Flecken Coppenbrügge nun ein Konzept, in dem der Bach renaturiert und als Bach wieder erkennbar hergestellt werden soll. Die Maßnahmen sind in vier Teilbereiche aufgeteilt. Dazu stellt die Akademie Überlingen fünf Langzeitarbeitslose, die unter fachkundiger Anleitung sich dem Projekt annehmen konnten und mittlerweile schon ganze Arbeit geleistet haben.

Die Gemeindemitarbeiter zeigen sich begeistert von dem Engagement der vier über 50-Jährigen und des einen 35 Jahre alten Arbeiters. Joachim Gustke bricht in der derzeitigen öffentlichen Diskussion um die Arbeitswilligkeit von Hartz IV-Empfängern für diese fünf Arbeiter eine Lanze: „Bei Wind und Wetter haben die Fünf ihr großes persönliches Engagement bisher gezeigt. Im Bereich Garten- und Landschaftsbau ist die Möglichkeit einer erfolgreichen Arbeitsvermittlung sehr hoch. Und bei dem gezeigten Arbeitswillen bin ich mir sicher, das auch die Lebensälteren erfolgreich vermittelt werden können.“
 Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka stellt für überzeugende Arbeitskräfte sogar ein befristetes Arbeitsverhältnis beim Bauhof in Aussicht, um einen Übergang in den Arbeitsmarkt möglichst einfach zu gestalten. „Die derzeitigen Arbeiten sind auch als Bewerbung zu sehen“.  Bisher wurde schon Strauch- und Baumschnitt durchgeführt, Totholz und Gestrüpp entfernt. Danach wurde das Bachbett bearbeitet. In einigen Bereichen erfolgte dann schon eine naturnahe Aufweitung des Bettes, um den Selbstverlauf zu unterstützen. In der unteren Ebene soll auch eine Furt entstehen, in dem Wanderer den Bach auch hautnah erleben sollen. Rund 8000 bis 10 000 Euro lässt sich die Gemeinde die Arbeiten kosten, da sie für das Projekt das Material zur Verfügung stellt.

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