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Interessengemeinschaft gegründet

Anwohner-Protest gegen den geplanten „Klotz“

Coppenbrügge (sto). Weil sie arge Bedenken wegen der Größe der geplanten Seniorenwohnanlage im Raiffeisenweg haben, gründeten Anwohner die „Interessengemeinschaft (IG) Hagenweg“ – kurze Zeit nach der Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Coppenbrügge im September, in der sie sich bereits zu Wort gemeldet hatten (wir berichteten). Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans „Nr. 89 Raiffeisenweg“ im Rathaus hat inzwischen begonnen. „Zufrieden mit der Lösung sind wir Anwohner aber immer noch nicht“, betont Axel Hartmann.

veröffentlicht am 22.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:21 Uhr

Axel Hartmann (Mi.), Frank Jonas (li.) und Armin Strecke zeigen
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Die IG habe den vom Verwaltungsausschuss beschlossenen Entwurf zum B-Plan eingesehen. Sie sei nach wie vor der Meinung, dass solche überdimensionalen Objekte weder in das Coppenbrügger Ortsbild passen noch dem regionalen Raumordnungsprogramm entsprechen. „Mit dem Entwurf sind wir nicht einverstanden“, betont Hartmann, der mit Frank Jonas als Ansprechpartner der IG fungiert. Die Einsicht in den umfangreichen B-Plan erfordere viel Zeit, deshalb könne die IG derzeit noch keine detaillierte Beurteilung abgeben. „Wahrscheinlich werden wir aber Einspruch einlegen“, so Jonas. Der IG gehe es lediglich um die Bauweise, nicht um die Nutzung als Seniorenwohnanlage. „Bedauerlicherweise wird uns vorgeworfen, wir hätten etwas gegen alter Leute“, so Armin Strecke.

Leider seien andere Baukonzepte zum Thema „Wohnen im Alter“ seitens der Gemeinde nicht in Erwägung gezogen worden. Kleine Einheiten mit Einfamilienhaus-Charakter seien nicht nur optisch attraktiver, sondern bieten auch mehr Lebensqualität für die Bewohner als der geplante „Klotz“, so Hartmann.

Die IG habe den Landkreis Hameln-Pyrmont und die Gemeinde Coppenbrügge auf ihre Bedenken aufmerksam gemacht. Von der ursprünglich vorgesehenen dreigeschossigen Bauweise sei zwar abgewichen, doch an der kritisierten großflächigen Bauweise festgehalten worden. „Dass die Anwohner sich Gedanken machen, ist völlig in Ordnung“, meint Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Der Vorwurf des „Klotzes“ sei jedoch nicht gerechtfertigt. Das Gebäude sei von einem Münchener Fachbüro so von der Bauweise her konzipiert, dass sich auch Demenzkranke orientieren können. Einfamilienhäuser seien für deren Bedürfnisse nicht geeignet.



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