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Bürger machen Unmut über Vorhaben am Raiffeisenweg Luft / „Klotz passt nicht in den Ortskern“

Anwohner verärgert über geplantes Bauprojekt

Coppenbrügge (sto). Sturm und Regen begleitete die Teilnehmer der gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Ortsrats Coppenbrügge auf ihrem Weg in das MTV-Sportheim. Dort war’s zwar trocken, aber Sturm kam trotzdem auf. Was jedoch nicht am Wetter lag, sondern am Tagesordnungspunkt „Bebauungsplan Nr. 89 - Raiffeisenweg“. Zwei Investoren wollen dort etwa 80 Senioren-Appartements für „Betreutes Wohnen“ sowie etwa zwölf Einfamilienhäuser errichten. Viele Anwohner waren gekommen, um ihren Unmut über das geplante Bauvorhaben kundzutun.

veröffentlicht am 04.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 22:41 Uhr

Die Baugrundstücke: Auf der nicht gemähten Fläche sollen die Ein
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„So ein Klotz passt nicht in den Ortskern. Er ist eine Beeinträchtigung der Wohnqualität“, appellierte Friedrich Schmidt, Anwohner im Hagenweg. Keiner der umliegenden Nachbarn habe etwas gegen eine Bebauung. Sie müsse jedoch ortstypisch sein. „Ein Baukörper in dieser Form hat in Coppenbrügge nichts zu suchen“, bekräftigte Anwohner Dr. Manfred Redslob. Armin Strecke appellierte an die Gemeinde, sich für das Bauvorhaben eine andere Stelle im Ortskern zu suchen. Margarete Scheuermann befürchtet ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, das sich auf die Wohnqualität auswirken könnte. Niemand habe etwas dagegen, dass sich alte Leute im Ortskern ansiedeln, doch es müssten alle Belange berücksichtigt werden. Einige Anwohner hatten im Vorfeld bereits Widerspruch gegen den Bebauungsplan eingelegt.

Achim Küllig versuchte, die Bürger zu beschwichtigen: „Alle hier vorgetragenen Einwände werden bei der weiteren Planung abgewogen und berücksichtigt“, betonte der Vorsitzende des Bauausschusses. Schließlich sei es Sinn und Zweck der Sitzung, die Bedenken der Bürger zu erfahren, um rechtzeitig darauf reagieren zu können. Einige Einwände der Anwohner seien bereits berücksichtigt worden, betonte Planer Matthias Reinold. So soll das Gebäude für das Betreute Wohnen nicht wie anfangs geplant dreigeschossig, sondern zweigeschossig errichtet werden. Die ursprünglich vorgesehene Höhe von zwölf Metern sei reduziert worden auf maximal zehn Meter. Den Vorhalt, die Gemeinde hätte sich nach einem anderen Baugrundstück umsehen sollen, wies Hans-Ulrich Peschka zurück. „Es war Wunsch der Investoren, und es handelt sich auch nicht um ein gemeindeeigenes Baugrundstück“, betonte der Gemeindebürgermeister. Hartmut Greve (SPD) bat um Verständnis für die Entscheidung der privaten Investoren. Und Thorsten Kellner (CDU) appellierte: „Für alle Beteiligten muss ein Kompromiss gefunden werden.“ Horst Wollenberg äußerte sich erfreut zu dem Bauvorhaben. „Ich begrüße und befürworte es, dass alte Menschen sich im Ortskern ansiedeln dürfen und nicht abgeschoben werden sollen“, betonte der Vorsitzende des Seniorenbeirats.

Mit einer Nein-Stimme sprach sich der Ortsrat für ein weiteres Vorantreiben des Bebauungsplans aus. Der Bauausschuss befürwortete das Vorhaben einstimmig, jedoch mit dem Zusatz, die Bedenken der Anwohner in die weitere Planung mit einzubeziehen. Vom Verwaltungsausschuss soll nun der Auslegungsbeschluss gefasst werden.

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