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Projektpläne sind nicht gefährdet

Anschlusstechnik für Solaranlage noch ungeklärt

Osterwald (ch). Der komplette Rückbau des alten Fabrikgeländes ist noch nicht erfolgt und die Netzanschlusstechnik noch nicht abschließend geklärt, doch an den Plänen halten Verwaltung und Politik unbeirrt fest: Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Wienerberger-Ziegelei soll eine Photovoltaikfreiflächenanlage errichtet werden.

veröffentlicht am 21.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

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Es gehe alles seinen Gang, macht der Salzhemmendorfer Bauamtsleiter Wolfgang Kapa im Bauausschuss deutlich, zwei Fragen, die noch offen seien, würden im Rahmen des Bauantrages bearbeitet. Seit Januar sind die Pläne der Firma Klindworth aus Klein Meckelsen bekannt: Auf der rund fünf Hektar umfassenden Gesamtfläche mitten im Landschaftsnaturschutzgebiet im Osterwald sollen aufgeständerte Solarmodule auf einer Fläche von vier Hektar errichtet werden. Rund 1,93 Megawatt Strom aus Sonnenenergie sollen damit nach Plänen des Investors gewonnen werden. Um die Fläche als „Sondergebiet Solarenergie“ nutzen zu können, muss der Flächennutzungsplan dementsprechend geändert werden. Nachdem das Verfahren eingeleitet worden war, gab es zunächst im Juni eine Bürgeranhörung, bei der sich die Osterwalder mehrheitlich für die Photovoltaikanlage aussprachen. Daraufhin wurde ein Nutzungsplan erstellt, der bis Ende August öffentlich eingesehen werden konnte.

Bedenken, die vonseiten einiger Bürger, Politiker oder Behörden geäußert worden waren, wurden ausgeräumt. So war zu Bedenken gegeben worden, ob das bestehende Stromkabel, über das der Strom aus der Anlage eingespeist werden soll aufgrund des hohen Alters noch verwendet werden könne. Derzeit werde die „Wiederinbetriebnahme des 30-kV-Kabel geprüft“, hieß es daraufhin von e.on. Nähere Aussagen seien bislang nicht zu bekommen, erklärte Wolfgang Kapa. Sollte sich rausstellen, dass das alte Kabel nicht genutzt werden könne, müsse eine neue Leitung gezogen werden. Der nächste Anschluss befände sich auf dem Gelände des Freibades, wo ein Trafo-Häuschen aufgestellt werden müsse. Das müsse man vonseiten der Gemeinde dann zulassen, um nicht das ganze Projekt zu gefährden. Die konkrete Umsetzung sei jedoch dann eine Sache des Bauantrags, erklärte Kapa. Auch der Einwand des Bauaufsichtsamtes, dass es sich bei der Teichanlage, die gleichzeitig der Löschwasserversorgung dienen solle, um ein gesetzlich geschütztes Biotop handle und die zusätzliche Nutzung daher mit der Naturschutzbehörde abzustimmen sei, sei der Gemeinde bewusst, müsse aber nicht im Rahmen des Planverfahrens, sondern erst im Bauantrag geregelt werden. Die Gefahr einer unerwünschten „Spiegelungs-Wirkung“, die die Gemeinde Coppenbrügge befürchtet hatte, bestehe nicht. Die aufgeständerten Solarmodule seien nur zwischen 1,60 und 1,70 Meter hoch. „Allein durch den Baumbestand ist eine Spiegelung unmöglich“, sagt Kapa.

Auf dem Gelände ragt bislang noch der alte Fabrikschornstein hervor, dessen Tage jedoch auch gezählt sind. Immer wieder war der Abriss verschoben worden, ein Termin steht noch nicht fest. Klindworth macht die Installation der Solaranlage davon abhängig, dass das Gelände einschließlich des Schornsteins zurückgebaut wird.

Im Bauausschuss des Fleckens sprachen sich die Mitglieder einstimmig für die Änderung des Flächennutzungsplanes aus, das Gebiet als „Sondergebiet Solarenergie Osterwald“ auszuweisen. Wenn der Rat am 27. September den offiziellen Beschluss gefasst hat, kann der Genehmigungsantrag für die Änderung des Flächennutzungsplans an den Landkreis gestellt werden.

Noch steht auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Wienerberger-Ziegelei der alte Fabrikschornstein, der Abriss ist jedoch geplant. Wenn der Rückbau erfolgt ist, plant die Firma Klindworth aus Klein Meckelsen, auf dem Gelände eine Photovoltaikfreiflächenanlage zu errichten.

Foto: Dana / Montage: Wal



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