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Schwerlastverkehr aus Orten verbannen

Anschlussstraße zum Gewerbegebiet kostet Coppenbrügge 22500 Euro

COPPENBRÜGGE. Bei der Planung der Umgehungsstraße war ursprünglich keine Anbindung des Gewerbegebiets vorgesehen. Diese Anbindung an den Gewerbepark Coppenbrügge wird nun gebaut, allerdings muss sich der Flecken an den Baukosten beteiligen. Der Beitrag liegt bei 22500 Euro. Das sei machbar, sagt Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka.

veröffentlicht am 10.01.2019 um 16:39 Uhr

Die für die Umgehungsstraße notwendigen Brückenbauwerke sind bereits errichtet und weithin sichtbar. Bis Ende 2020 soll die gesamte Straßenbaumaßnahme vollendet sein und für den Verkehr freigegeben werden. Foto: br
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Burkhard Reimer Reporter
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Der Flecken Coppenbrügge und sein Ortsteil Marienau erhalten eine Umgehungsstraße, die östlich von Marienau von der vorhandenen Bundesstraße 1 abzweigen und westlich der Ortslage Coppenbrügge wieder an diese angebunden wird. Die dafür notwendigen Brückenbauwerke sind bereits errichtet und weithin sichtbar. Bis Ende 2020 soll die gesamte Straßenbaumaßnahme vollendet sein und für den Verkehr freigegeben werden.

Was allerdings in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen war, war eine Anbindung des alten Gewerbegebietes in Marienau und des neueren, inzwischen aber auch bis auf drei Grundstücke komplett belegten Gewerbeparks in Coppenbrügge. „Das“, äußert sich Hans-Ulrich Peschka gegenüber der Dewezet, „wäre nachgerade ein Schildbürgerstreich“. „Denn was wäre“, fragt Coppenbrügges Bürgermeister, „der Sinn einer solchen Umgehungsstraße, wenn ausgerechnet der Schwerlastverkehr zu den Gewerbegebieten weiterhin mitten durch die Ortslagen rollen müsste?“ Andererseits würde beziehungsweise wird der Bau einer inzwischen geplanten, ja, sogar begonnenen Anschlussstraße von der Ortsumgehung zum Coppenbrügger Gewerbegebiet rund eine dreiviertel Million Euro kosten. Die wiederum wolle der Bund, ohnehin schon Straßenbaulastträger der Umgehungsstraße, nicht auch noch allein bezahlen müssen. Das erläutert Rainer Grewe, Mitarbeiter im Coppenbrügger Bauamt und dort für die Bauleitplanung zuständig. Vielmehr solle ein Teil der Baukosten, es handelt sich immerhin um rund 150 000 Euro, vom Flecken Coppenbrügge übernommen werden, was aber die finanzielle Kraft der Kommune deutlich überfordern würde. Hier springt nun vor allem die „NBank“, die Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen, mit einem Zuschuss in Höhe von gut 94 000 Euro in die Bresche. Und da Coppenbrügge zudem so genannte „Bedarfszuweisungsgemeinde“ ist, gibt es, wie bereits berichtet, auch noch weitere gut 33 000 Euro aus dem Kofinanzierungs-Fonds des Landes, so dass für Coppenbrügge am Ende lediglich etwa 22 500 Euro als Baukostenanteil verbleiben. „Das schaffen wir so gerade noch“, bestätigt Hans-Ulrich Peschka auf Dewezet-Nachfrage lächelnd.

Und doch ist Coppenbrügges Bürgermeister keineswegs uneingeschränkt glücklich über die Umgehungsstraße. Solche Straßen seien „immer Fluch und Segen zugleich, da sie „doch auch einen tiefen Einschnitt ins Landschaftsbild bedeuten“. Und eben das gefalle ihm eigentlich so gar nicht, „denn von Haus aus bin ich Landschaftsarchitekt und somit im Herzen ein Grüner“, bekennt CDU-Mitglied Peschka.



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