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Seilspringen macht bei Herzstiftung Schule

Altes Kinderspiel neu entdeckt

Coppenbrügge. „Puh, ganz schön anstrengend, aber irgendwie soll’s fürs Herz gut sein – und Spaß macht’s auch!“ Zarah, Zahraa, Zala und Joline (alle 8 oder 9 Jahre alt) sitzen in der Pause sichtlich erschöpft im Umkleideraum der Turnhalle, strecken alle viere von sich und sorgen für Stärkung mit kräftigem Biss in die Pausenstullen. Drei Stunden Seilspringen – allein, zu zweit, zu dritt, auf einem oder zwei Beinen, wedelnd, drehend, twistend, verschränkt geschlungen – steht auf dem Stundenplan der Drittklässler der Grundschule am Ith in Coppenbrügge. Seilspringen, womit sich die Großmütter „verliebt, verlobt verheiratet...“ oder „Teddybär, Teddybär dreh dich rum“ spielerisch die Zeit vertrieben, ist längst ins Fitnessprogramm des Profisportlers vom Fußballer bis zum Schwergewichtsboxchampion aufgenommen worden und entsprechend lange auch kein „Mädchenkram“ mehr.

veröffentlicht am 21.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Ingrid Stenzel
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Heute heißt die sportliche Form des Seilspringens Rope Skipping und ist von der Deutschen Herzstiftung in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München für die frühe Prophylaxe von Herzerkrankungen im Grundschulprojekt „Skipping Hearts“ entdeckt worden.

Nach dem Grundsatz: Wer früh und ausdauernd ein Leben lang hüpft, minimiert sein Herzinfarktrisiko im Alter, bringt die Herzstiftung ganze Grundschulklassen und jetzt auch die Grundschule am Ith mit Begeisterung zum Seilspringen.

„Bewegungsmangel und Übergewicht sind die Hauptursachen für Herz- und Kreislauferkrankungen“, sagt Sport- und Gesundheitswissenschaftlerin Marina Bauer von der Deutschen Herzstiftung.

Mit 33 Drittklässlern übte sie jetzt in einem Workshop mehrere Sprungvariationen ein, die zum Abschluss den Mitschülern vorgeführt wurden.

Die Herzstiftung wolle schon bei den Kindern beginnen, gegen den Bewegungsmangel von Computerdauersitzern oder Fernsehhockern etwas zu tun. Das Seilspringen, eben dieses alte Kinderspielzeug, eigne sich dafür hervorragend.

Es sei mit wenig Aufwand umzusetzen und an Schulen leicht in den Unterricht zu integrieren, ein ideales Ausdauertraining, das das Miteinander und auch noch die Gesundheit fördere.

Botschaft verstanden: Nach der Vorführung hüpfte und rannte die ganze Schule in Coppenbrügge mit Begeisterung und ohne Hänger durch eine Turnhalle voller Seile.

Mit Spaß für Gesundheit und Figur: Skipping

Hearts ist gemeinsames Springen und Rennen durchs Seil – Julien macht’s vor.

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