weather-image
13°

Nabu-Ortsgruppe pflanzt Apfelbäume auf dem Napoleonsweg

Alte Obstsorten neu entdecken

Brünnighausen (red). Napoleon wäre bestimmt stolz, wenn er die vielen frisch gepflanzten hochstämmigen Apfelbäume an dem nach ihm benannten Feldweg, einer historischen Heerstraße, zwischen der heutigen B 442 und dem Ruhbrink in der Gemarkung Brünnighausen, sehen könnte. Stolz sind aber auf alle Fälle die Aktiven der Nabu-Gruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf, die jetzt 14 alte Apfelsorten gepflanzt haben.

veröffentlicht am 20.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

270_008_4079043_lkcs106_21.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Wir machen keine halben Sachen“, bemerkt der Vorsitzende Günter Blötz, „und deshalb haben wir das im April 2008 mit 15 Bäumen begonnene Vorhaben, eine äußerst lückenhafte alte Obstbaumallee neu zu bepflanzen, heute erfolgreich abgeschlossen.“ Damit will die Gruppe der über Jahrhunderte gepflegten Tradition der Obstalleen eine neue Chance gegeben. Jetzt hat man auf dem Napoleonsweg die Gelegenheit, alte Obstsorten, die in Vergessenheit zu geraten drohten neu zu entdecken, beschreibt Blötz. Nur eine kleine Auswahl der gepflanzten Apfelraritäten soll neugierig machen auf zukünftige Augen- und Gaumenfreuden: Adams Parmäne, Französische Goldrenette, Groninger Krone, Horneburger Pfannkuchen, Landsberger Renette, Edelborsdorfer, Riesenboiken, Altländer Pfannkuchen, Celler Dickstiel, Gravensteiner. Und damit nicht genug: Weitere Obstsorten will der Nabu in den nächsten Monaten anpflanzen, um den noch vielen unbekannten Apfelsorten zu Bekanntheit zu verhelfen. Und Äpfel gibt es schon lange. Die älteste dokumentierte Sorte des Kulturapfels ist vermutlich der Borsdorfer Apfel, der bereits 1170 von den Zisterziensern erwähnt wurde. Um 1880 zählte man bereits 20 000 Apfelsorten, die gezüchtet wurden, davon allein 2300 in Preußen. Heute gibt es in Deutschland ungefähr 1500 Sorten, von denen aber lediglich 60 wirtschaftlich genutzt werden.

Der Nabu Brünnighausen fühlt sich deshalb verpflichtet, dem Schwund der Apfelsorten entgegenzuwirken und zum Erhalt einer Kulturlandschaft beizutragen. Dabei werden sie von der Gemeinde Coppenbrügge unterstützt, die 200 Euro für die Pflanzaktion investierte. Die restlichen knapp 400 Euro zahlte die Ortsgruppe aus eigener Tasche: eine Investition in die Zukunft auf Grundlage von Tradition und Artenpflege.

Mit Spaten und Hacke: Junge und alte Naturschützer der Nabu-Ortsgruppe engagieren sich beim Obstbaumpflanzen für die Landschaftspflege.

Foto: privat



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt