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Kulturgemeinschaft Hemmendorf lädt zur Autorenlesung in das Dorfgemeinschaftshaus ein

Als Salzburger Protestanten ins Land kamen

HEMMENDORF. Brigitte Günther hatte in ihrem Leben selber keine Kontakte nach Hemmendorf. Erst bei Nachforschungen über ihre eigene Familiengeschichte stolperte die Frau aus dem Allgäu über den kleinen Ort an der Bundesstraße 1 im Flecken Salzhemmendorf.

veröffentlicht am 05.04.2017 um 14:31 Uhr

Der Vorstand der Hemmendorfer Kulturgemeinschaft mit (v. li.) Friedrich Lücke, Iris Jasper, Petra Haehnel und Dieter Georgi freut sich schon auf die Autorenlesung Ende April. Foto: gök
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Christian Göke Reporter

Die familiären Wurzeln der Frau liegen im Salzburger Land, wo das Leben nicht immer einfach war. Unvorstellbare Qualen mussten dort Lutheraner in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter Bischof Firmian über sich ergehen lassen. Wer sich in der Zeit dort weigerte, den katholischen Glauben anzunehmen, kam in den Kerker, erlitt Folter, Hunger und Durst.

Als sich die Protestanten auch dadurch nicht von ihrem Glauben abbringen ließen, ordnete er ihre endgültige Vertreibung an. Kinder unter zwölf Jahren mussten zurückgelassen werden und wurden in katholischen Familien und Klöstern umerzogen. Mehr als 20 000 Menschen mussten das Land schließlich verlassen.

Die eigene Ahnenforschung führte Brigitte Günther nun auch nach Hemmendorf, wo sie die Spur der Salzburger Protestanten aufnahm. Eine Fülle von Informationen wurde schließlich der Grundstock für den Roman „Euch ein neues Vaterland“, den Brigitte Günther am Freitag, 28. April, um 19 Uhr im Hemmendorfer Dorfgemeinschaftshaus vorstellen und daraus vorlesen wird.

Die Autorenlesung ist die Auftaktvorstellung im Jubiläumsjahr der Kulturgemeinschaft, der noch einige weitere Veranstaltungen folgen werden.

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