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Vor 125 Jahren folgte auf die Bürgerschaft der Schützenclub

Als das Schützenwesen nach Lauenstein kam

LAUENSTEIN. Handwerker, Kaufleute, Gastwirte und der damalige Bürgermeister brachten das Schützenwesen nach Lauenstein, als sie am 21. April 1891 im damaligen Rathskeller den Schützenclub gründeten. An diesem Sonntag gibt es zum 125-jährigen Jubiläum einen Tag der offenen Tür. Wir werfen vorab einen kleinen Blick in die Geschichte.

veröffentlicht am 25.08.2016 um 18:28 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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Autor:

Christian Göke
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Der Verein machte den örtlichen Gärtner Friedrich Schrader zum Scheiben-Anzeiger. An ein elektrisches Seilzugsystem, das die Scheiben für die Trefferanzeige wie heutzutage zum Schützen führt, war damals noch nicht zu denken. Vermutlich, um die Ehefrauen nicht gegen sich aufzubringen, wurde am Gründungsabend gleich ein Ausflug mit den Damen für den kommenden Sommer beschlossen.

Vor dem Schützenclub gab es in Lauenstein schon eine Bürgerschaft, die als Schutz vor marodierenden Banden diente. Noch heute besitzt der Verein eine historische Fahne der Bürgerschaft, die 1848 erstellt und 1985 restauriert wurde. Nach der Auflösung des Amtes Lauenstein 1866 wurden Vereine zunächst aufgelöst, ehe ab 1871 diese dann langsam in das gesellschaftliche Leben zurückkamen.

Nach Gründung des Schützenclubs wurde im Krähenberg eine Schießbahn angelegt. Dort traf man sich ab und zu sonntags zum Schießen. Wettbewerbe mit anderen Vereinen gab es nicht, und es war auch kein wetterfester Unterstand vorhanden. Während des Ersten Weltkrieges ruhte der Schießbetrieb und fand dann in der Gaststätte Lochstedt ein neues Zuhause. Am Weg zur Buschhaube wurde Anfang der 1920er Jahre eine Schießbahn für größere Gewehre gebaut. Da dieser Stand aber nicht den Vorschriften entsprach, wurde am Knickbrink 1929 mit dem Bau des heutigen Schützenhauses begonnen. In den 1930er Jahren vereinigten sich der Schützenclub und der vaterländische Orden vermutlich auf politischen Druck hin zum jetzigen Schützenverein. Seitdem hat der Verein zwei große Königsketten.

Nach dem Krieg wurde das Schützenhaus nach und nach den damaligen Anforderungen entsprechend immer wieder umgebaut. Auch wurde aus dem ehemaligen Männersport jetzt ein gemischter Verein. 1968 wurde die Damenabteilung gegründet. Zum 100. Geburtstag 1991 wurde die Eröffnung des neuen Pistolenstandes gefeiert. Dank der hervorragenden Trainingsbedingungen konnten einige Lauensteiner sogar an Deutschen Meisterschaften teilnehmen.

Als sich 1891 in Lauenstein elf Männer verabredeten, einen Schützenverein zu gründen, dachte bestimmt niemand von ihnen, dass dieser Verein einmal sein 125-jähriges Jubiläum begehen wird. Am Sonntag, 28. August, wird mit einem Tag des offenen Schützenhauses gefeiert. Der Verein lädt dazu alle interessierten Menschen aus der Region ein, die dann auch mal ein Sportgerät in die Hand nehmen und ausprobieren können. Ab 10 Uhr erwartet die Gäste am Schützenhaus in Lauenstein ein buntes Treiben. Zum offiziellen Festakt und zur Königsproklamation um 16 Uhr haben sich die örtlichen Vereine, befreundete Schützenvereine sowie Gäste des Verbands und aus der Politik angekündigt.



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