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Bahnhof Coppenbrügge aufwendig modernisiert / Kritik an „katastrophalen“ Verbindungen

Alles neu für 400 000 Euro

Coppenbrügge. „Es ist schön geworden.“ Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka spricht von einem Vorzeigeprojekt, sieht den Bahnhof in Coppenbrügge gleich aus mehreren Gründen gut aufgestellt. Das Parkangebot sei gut, zudem freue man sich, dass in das alte Bahnhofsgebäude ein Hotel mit Gastronomiebetrieb eingezogen sei. Hauptanlass der Freude ist allerdings die umfangreiche Sanierung des eigentlichen Bahnbereichs. Für 400 000 Euro hat die DB Station & Service AG mit Mitteln aus dem Infrastrukturförderprogramm des Bundes die Verkehrsstation grundlegend modernisiert.

veröffentlicht am 07.03.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:05 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Der Bahnsteig mit einer Nutzlänge von 90 Metern und einer Bahnsteighöhe von 55 Zentimetern sei komplett erneuert und mit einem taktilen Wegeleitsystem für Blinde und Sehbehinderte versehen worden, erklärt Detlef Krusche, Leiter des Bahnhofsmanagements, beim Ortstermin. Außerdem sei ein barrierefreier Zugang per Rampe vom Parkplatz zum Bahnsteig geschaffen worden. Bahnsteigüberlängen seien zurückgebaut, Aushangvitrinen und Papierkörbe erneuert worden. Das Wetterschutzhaus und die Beleuchtungsanlage seien Neubauten, ferner sei der dynamische Schriftanzeiger angepasst worden. Kruschel verweist auf die relativ kurze Bauzeit von lediglich einem halben Jahr, dankt den Anliegern und Bahnkunden für ihr Verständnis und ihre Geduld angesichts der Lärmbelästigungen und Einschränkungen während der Bauzeit. 400 000 Euro seien viel Geld, aber man habe ja auch etwas Gutes geschaffen. Das Ergebnis könne sich sehen lassen, unterstreicht Krusche, und fügt einen Wunsch an. „Ich wünsche und hoffe, dass die Anlage auch noch in einigen Jahren so aussieht wie jetzt.“ Ortsbürgermeisterin Karin Dröge und Horst Wollenberg als Vorsitzender des Seniorenbeirates pflichten dem Gast in seiner Einschätzung zum Bahnhof bei, üben allerdings auch massive Kritik an den Bahnverbindungen, die katastrophal und nicht mehr zeitgemäß seien. Elze, schimpft Wollenberg, sei kein Umsteigebahnhof mehr, sondern eine „Krücke“. Es müsse unbedingt etwas getan werden, die Verbindungen zu verbessern, damit Bürger aus dem Ostkreis nicht immer nach Eldagsen fahren müssen, um in zeitlich vernünftigem Rahmen per Bahn nach Hannover zu kommen. Und Peschka schiebt den Wunsch Richtung DB nach, dass die Bahnlinie eingleisig bleiben möge und nicht elektrifiziert werde. Seine Sorge ist der sonst drohende Güterverkehr. Wenn die Strecke zweigleisig ausgebaut werde und Güterverkehr durch Coppenbrügge rolle, wäre die „schöne Sanierung“ schnell Makulatur. Laut Krösche nutzen täglich 277 Reisende die Züge der NordWestBahn, von denen durchschnittlich 35 in Coppenbrügge halten.



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