weather-image
17°

Politiker sprechen sich für Aufarbeitung jüdischer Geschichte in Coppenbrügge aus

Aktendeckel sollen geöffnet werden

Coppenbrügge. Sie waren Mitbürger. Sie hatten soziale Kontakte und sie waren integriert in das dörfliche Leben. Kurz – sie gehörten dazu. Plötzlich aber war alles anders. Über die jüdischen Mitbürger kamen das Grauen und die Gewalttaten der NS-Zeit. Was ist aus den Familien Levy, Reifenberg, Rothstein, Adler, Spiegel und den anderen geworden? Einige wurden deportiert nach Theresienstadt, Riga oder Auschwitz. Auf dem kleinen, von Passanten kaum wahrgenommenen jüdischen Friedhof in Coppenbrügge erinnern einige Grabsteine und eine Gedenktafel an die Familien. Das Schicksal der jüdischen Bürger ist verschlossen in verstaubten Akten, Meldebüchern und Standesamtsunterlagen. Bald aber sollen die Aktendeckel geöffnet und die Geschichte der Juden in Coppenbrügge aufgearbeitet werden. „Das Ergebnis könnte nach Fertigstellung im Museum in der Burg präsentiert werden“, betonte Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Soziales und Tourismus.

veröffentlicht am 13.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:21 Uhr

270_008_6728793_lkcs104_1311.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Aufgearbeitet werden soll die jüdische Geschichte durch den Hamelner Historiker Dr. Mario Keller-Holte. Bernhard Gelderblom aus Hameln, ebenfalls Historiker, will die Arbeit ehrenamtlich begleiten und seinen Recherchebestand kostenlos zur Verfügung stellen. Ziel der Arbeiten soll eine Buchveröffentlichung sein, wie sie Gelderblom derzeit mit Unterstützung des Fleckens Salzhemmendorf über die Geschichte der Juden dort vorbereitet.

Dass die Aufarbeitung nun auch für Coppenbrügge erfolgen soll, geht auf Initiative der Coppenbrüggerin Sigrid Tolle-Brandt zurück. Als Mitglied im Ortsrat Coppenbrügge hatte sie beantragt, die anfallenden Kosten für die Sichtung der Aktenbestände durch den Historiker in Höhe von 800 Euro bereitzustellen – je zur Hälfte durch den Ortsrat und den Flecken Coppenbrügge.

Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder für das Vorhaben aus. sto

Eine Tafel und einige Grabsteine erinnern an das jüdische Leben in Coppenbrügge.

Wal



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?