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Richtiges Verhalten auf der Straße

„Achtung Auto“ – Schüler oft Opfer im Verkehr

Coppenbrügge (sbr). Fußgänger gegen Auto – ein ungleiches Duell, bei dem vor allem Kinder oft das Nachsehen haben. Auch der dreizehnjährige Benjamin war schon mal Opfer eines Verkehrsunfalls. Ein Autofahrer hatte den Schüler der Coppenbrügger Spiegelbergschule beim unachtsamen Überqueren der Straße übersehen und mit seinem Fahrzeug erfasst. Nicht nur Narben an seinem Bein zeugen noch heute von dem Unfall. Als es darum ging, als Beifahrer im ADAC-Aktions-Auto eine Vollbremsung und ihre Folgen hautnah mitzuerleben, wollte der Schüler die Situation lieber aus sicherer Entfernung vom Straßenrand aus beobachten als in das Fahrzeug einzusteigen.

veröffentlicht am 10.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 22:41 Uhr

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Mit dem ADAC-Verkehrserziehungsprogramm „Achtung Auto!“ bietet die Coppenbrügger Spiegelbergschule ihren Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen vier bis acht erstmals neben dem Schulfach auch handlungsorientierte Verkehrserziehung. „Das Programm soll dazu beitragen, dass die Kinder und Jugendlichen lernen, kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr richtig einzuschätzen, Unfallgefahren zu erkennen und durch vorausschauendes Handeln richtig zu reagieren“, erklärt Förderschullehrerin Christiane Stichweh den Hintergrund der Aktion. Um die Formel „Reaktionsweg plus Bremsweg gleich Anhalteweg“ den jungen Aktionsteilnehmern, die täglich als Fußgänger, mit dem Fahrrad oder auf Inlinern im Straßenverkehr unterwegs sind, zu verdeutlichen, ließ ADAC-Moderator Detlef Gigga sie erst einmal aus einem Lauf heraus schlagartig anhalten. „Das geht gar nicht!“, wurde Anne, Vanessa und Marian schnell klar, nachdem sie mehrfach vergebens versucht hatten, auf dem Asphalt punktgenau zum Stehen zu kommen. Noch eindrucksvoller war für die drei Sechstklässler die Vollbremsung mit dem Aktions-Fahrzeug. „Man wurde in den Sitzen richtig hin- und hergeschleudert, obwohl wir nur mit 30 Kilometer pro Stunde gefahren sind. Gut, dass wir alle angeschnallt waren“, berichtet Vanessa, und Marian fügt aufgeregt hinzu: „Der kleine Ball, der im Auto lag, flog durchs ganze Fahrzeug. Ich konnte ihn nicht festhalten.“ Auch Anne ist sich sicher: „Das war alles ganz cool. In Zukunft werde ich im Straßenverkehr noch besser aufpassen, damit kein Autofahrer wegen meiner Unachtsamkeit eine Vollbremsung machen muss.“ Und genau das war das Ziel der neunzigminütigen Verkehrssicherheit-Aktion.

Wo bleibt wohl das Auto stehen? Schüler der Spiegelbergschule tippen und platzieren Pylonen während eines Verkehrssicherheitstraining. Mit dabei (rechts): Detlef Gigga vom ADAC.

Foto: sbr

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