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Grundschule am Ith schneidet bei Schulinspektionen gut ab / In Zukunft wird es Prüfungen dieser Art nicht mehr geben

Achtmal Bestnote – Wiederholung ausgeschlossen

Coppenbrügge (ist). Sie fühlen sich alle pudelwohl in der Schule, die Mädchen und Jungen der 3a in der Grundschule am Ith: Es gibt ein kollektiv donnerndes „Aber Hallo!“ und eifriges Melden ohne Ausnahme, bevor es im Klassenraum mit Lehrerin Gitta Rieck-Schmiedekind um Nomen und Verben geht.

veröffentlicht am 09.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 19:21 Uhr

Fühlen sich wohl an der Grundschule am Ith: die Schüler der Klasse 3a.  Foto: ist
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Mal ein Wochenende zu Hause mit Unterricht in der Schule tauschen? Da allerdings bleiben viele Arme unten und das anschließende „War nur ein Scherz“ von Lehrerin Rieck-Schmiedekind stößt auf sichtliche Erleichterung. Und dennoch: Die letzte Schulinspektion bescheinigt den Coppenbrügger Grundschülern ein ausgesprochenes Wohlfühlklima im Beziehungsgeflecht von Lehrern, Schülern, Räumlichkeiten und externen Partnern wie Kindergärten und weiterführenden Schulen. Achtmal Bestnote und siebenmal Fast-Bestnote bei insgesamt 15 beurteilten Teilbereichen – „sehr gute Arbeit, die man selten sieht“, lautet das Urteil der Landesschulbehörde. „Was wir gerne hören“, meint Schulleiterin Benedikta Simeth bei der Vorstellung des Inspektionsergebnisses im Schulausschuss Das lasse nicht nur das Kollegium, sondern auch die Elternschaft gut schlafen.

Im Jahr 2005 hat Niedersachsen hat als erstes Bundesland mit dem eigenständigen und flächendeckenden „Schul-TÜV“ für alle Schulformen begonnen. Ziel ist es, Hilfestellung und Ansporn für Schulen und ihre Lehrerkollegien zur Qualitätsverbesserung und Weiterentwicklung der schulischen Arbeit zu geben. Nach dem Abschlussbericht bleibt das Kollegium der Grundschule am Ith in dieser Hinsicht nicht wirklich viel schuldig. Eine Nachinspektion wird nur durchgeführt, wenn Schulen in der Erstinspektion schlecht abschneiden, das heißt, wenn acht oder mehr der zurzeit 15 bewerteten Kriterien mit der schlechtesten Bewertung „schwach“ oder „eher schwach als stark“ beurteilt werden. Was landesweit auf 6,58 Prozent der 516 im Jahr 2010 von bislang insgesamt 2403 inspizierten Schulen zutrifft. Die beiden schlechten der vier Noten wurden im Coppenbrügger „Zeugnis“ gar nicht vergeben. Eine Nach- oder Wiederholungsinspektion wird es in Coppenbrügge aber nicht nur aus diesem Grund nicht mehr geben: Denn Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann kündigte bereits im vergangenen Jahr Nachbesserungen beim „Schul-TÜV“ an. Das bisherige Muster der niedersächsischen Schulinspektion hat damit bereits nach fünf Jahren so gut wie ausgedient. „Ich habe nicht vor, die Schulinspektion ganz abzuschaffen“, sagte Althusmann bei einer Tagung des niedersächsischen Schulleitungsverbandes in Celle.

An der Qualitätsüberprüfung werde man festhalten, jedoch „eine für alle Schulen in regelmäßigen Intervallen nach einem für alle gültigen umfassenden Katalog an Qualitätskriterien durchgeführte externe Evaluation wird es so nicht mehr geben“, teilte der Pressesprecher des Kultusministeriums, Roman Haase, mit. Die Inspektion werde künftig die Schulen nach bestimmten Fragestellungen, also anlassbezogen, bewerten. „Dabei sollen die besonderen Arbeitsweisen der Schulformen stärker berücksichtigt werden und der Schwerpunkt auf der Qualität des Unterrichts liegen.“ Gleichwohl gäben die bisherigen Ergebnisse einen guten Überblick über die Stärken und den Handlungsbedarf in den niedersächsischen Schulen. „Deshalb können wir schon jetzt Veränderungen vorbereiten, wie sie auch international vorgenommen wurden“, sagte Haase.



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