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Neujahrskonzert im Okal-Café steht vor dem Aus

Abschied von einer Tradition

LAUENSTEIN. Der traditionelle Auftritt des „Bremer Salonorchesters“ im Okal-Café in Lauenstein feierte im Neujahr seine 19. und wohl letzte Auflage.

veröffentlicht am 02.01.2018 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 02.01.2018 um 21:50 Uhr

Erneut bestritt das Bremer Salonorchester im Okal-Café das Neujahrskonzert. Foto: gs

Autor:

Günther Spätlich
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Ernst-August Bremer, kommissarischer Vorsitzender des Kulturförderkreises Salzhemmendorf, der kurz vor seiner Auflösung steht, bemerkt dazu: „Es ist schade, dass es dieses Konzert so nicht mehr geben wird. Immerhin hat uns 16 Jahre lang das Bremer Salonorchester die Treue gehalten.“ Hans-Jürgen Osmers, musikalischer Leiter und Conférencier des Bremer Salonorchesters, sieht es ähnlich: „Auch bei uns ist dieses Neujahrskonzert längst zur Tradition geworden, wir waren jedes Jahr gern nach Lauenstein gekommen“, meinte er. Im voll besetzten Okal-Café präsentierte das sechsköpfige Orchester dann aber noch einmal einen Melodienreigen bekannter Komponisten. Nach dem gewohnt klassischen Auftakt, der eine Ouvertüre von Franz von Suppé bot, folgte die traditionelle Salon- und Caféhaus-Musik mit bekannten Stücken aus aller Welt, darunter „Wiener Blut“ von Johann Strauß oder Kompositionen von Franz Lehár und Robert Stolz. Aber auch Abstecher nach Italien, Spanien, in den slawischen Raum und nach Übersee präsentierte das Bremer Salonorchester. Bariton Titus Witt aus Hamburg zauberte mit seinem Gesang ein gefühlvolles Lebensgefühl ins Café. Das Publikum entlockte den Akteuren mit seinem Applaus zwei Zugaben.

Die Frage, ob es solche Neujahrskonzerte weiterhin geben wird, ist schwer zu beantworten. Café-Pächter Gunnar Wiegand, der zugleich Vorsitzender des Vereins Lokalmusik ist, sagt: „Weder der Verein Lokalmusik noch das Okal-Café werden als Ausrichter solch ein Konzert weiterführen. Diese Art von Musik passt nicht in unser Gesamtkonzept. Wir sind aber jederzeit bereit, unsere Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, wenn sich ein anderer Organisator für solch ein Konzert findet.“

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