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Mit Gunther Emmerlich erlebt das Publikum unterhaltsame Prominenz

Abend mit persönlichen Noten

Lauenstein (sto). Mit Namen ist das so eine Sache. Was nützt beispielsweise vorn ein „Jean-Claude“, wenn hinten Meyer, Müller, Schulze oder Schmidt stehen? Und der Name Gunther ist auch nicht besonders rühmlich, musste ein Gunther doch in der Nibelungensage seinen Kopf lassen. Hätten sich seine Eltern bei der Namensauswahl doch bloß mehr Mühe gegeben! Wenn dann wenigstens der Nachname alles rausreißen würde! Tut er aber nicht. Im Gegenteil. Er habe aus ihm eine Frau namens „Emma Lich“ gemacht, zumindest auf einem an ihn adressierten Brief. „Seitdem trage ich den Spitznamen Emma“, plauderte Gunther Emmerlich im fast voll besetzten Okal-Parkcafé aus dem Nähkästchen. Aber besser „Emma“ als „J(a)emmerlich“.

veröffentlicht am 23.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 09:41 Uhr

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Mit dem Auftritt des bekannten Künstlers wollte der Kulturförderkreis Salzhemmendorf einen angemessenen Glanzpunkt im Jahr seines 25-jährigen Bestehens setzen. Der Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Unter dem Motto „Zugabe“ bescherte Emmerlich dem Publikum einen angenehmen, unterhaltsamen Abend. In seinem Programm-Mix präsentierte sich der 66-Jährige als Opernsänger, Gitarrist, Schriftsteller und Entertainer. Der Pianist Klaus Bender, mit dem der in Dresden wohnende Emmerlich seit fast 30 Jahren zusammenarbeitet, begleitete den Sänger bei Liedern wie „Tevje, der Milchmann aus dem Musical „Anatevka“, „Man müsste nochmal 20 sein“ oder „Old Man River“ aus dem Musical „Show Boat“.

Mit anschaulichen Geschichten aus seinen Büchern „Ich wollte mich mal ausreden lassen“ und „Zugabe“ lud der Autor das Publikum zu einem Streifzug durch sein Leben ein. Humorvoll bis nachdenklich. Von einer „Arschbombe“, heldenhaft ausgeführt von einem Fünfmeterturm, über einen viel zu großen Smoking, der erst durch Wäscheklammern einigermaßen tragbar wird, bis hin zu dem frühen Tod seiner Mutter und seinem im Krieg verschollenen Vater. Auch das Schlüsselerlebnis zu seiner Bühnenkarriere verschwieg der im thüringischen Eisenberg geborene Künstler nicht. „Als Zwerg liegend hat alles angefangen“, verriet der 1,93 Meter große Emmerlich. In einer Schulaufführung habe er als Notbesetzung einen Zwerg spielen müssen – wegen seiner Größe aber im Liegen.

Vielseitig unterhaltsam: Gunther Emmerlich griff im Okal-Parkcafé auch zur Gitarre. Foto: sto



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