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Seit 2004 blühende Pracht im Wohn-Gewächshaus der von Salderns / Frost unbeschadet überstanden

Ab und zu landet die Kamelie auch in der Vase

Osterwald (sto). Eines Abends im Winter waren sie zu Freunden eingeladen, hatten aber vergessen, einen Blumenstrauß zu kaufen. „Ohne“ gehen wollten sie auf gar keinen Fall. Da kam die rettende Idee, denn Not macht ja bekanntermaßen erfinderisch. Warum nämlich in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt?

veröffentlicht am 05.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:41 Uhr

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In dem Fall bedurfte es sogar nur drei, vier Schritte aus der Küche oder aus dem Wohnzimmer heraus und schon war das Gute zum Abschneiden nahe – anemonenförmig gefüllt, dunkelrosa mit weißen Flecken und hinreißend schön. Aus der bunten Pracht ihrer im Wohn-Gewächshaus wunderbar gedeihenden Kamelien wählten Barbara und Dietrich von Saldern vorsichtig besonders schöne Blüten der Sorte „Elegans“ aus, schnitten die Stängel ab und banden sie zu einem Strauß. Dem Besuch ihrer Freunde stand nun nichts mehr im Weg. Das blühende Mitbringsel erwies sich in der Vase dann übrigens robuster als erwartet. „Es hat fast zwei Wochen gehalten“, erinnert sich Dietrich von Saldern. Obwohl „Camellia japonica“, aus der Familie der Teestrauchgewächse stammend, seit 16 Jahren im Saldernschen Glashaus wächst, war sie dort bislang nicht als Schnittblume getestet worden. Mittlerweile haben sich die Büsche jedoch so üppig entwickelt, dass hin und wieder ein Strauß zusammengestellt werden kann, der dann manchmal sogar auf Reisen geschickt wird – als kleiner Gruß an gute Freunde aus dem Glashaus in Osterwald. Manchmal sogar bis nach Österreich.

Bereits seit 2004 erfüllen die im Wohn-Gewächshaus blühenden Kamelien aber noch einen anderen Zweck. Sie sind die Protagonisten des weit über die Gemeindegrenzen hinaus beliebten Kamelienfestes, das in diesem Jahr zum neunten Mal stattfindet. Wieder ist es als Benefizveranstaltung der internationalen Frauen-Service-Organisation des Inner Wheel Clubs Bad Nenndorf-Springe konzipiert. Bislang haben diese Veranstaltungen insgesamt fast 18 000 Euro eingebracht. Der Erlös kommt jedes Mal einer anderen Institution zugute. Diesmal wird ein neues Wohnprojekt für geistig behinderte Menschen in Barsinghausen bedacht. „Einige der Bewohner werden auch teilnehmen an unserer Veranstaltung“, sagt Barbara von Saldern. Somit ist das Kamelienfest ein kleiner Beitrag zur Inklusion. Auch sind nach dem Fest weitere Behinderte, deren Eltern und Betreuer eingeladen in das Wohn-Gewächshaus, um sich an der Blütenpracht der Kamelien zu erfreuen. „Die Blütenpracht wird uns diesmal etwas länger erhalten bleiben, da wir von einer verlängerten Blütezeit ausgehen“, betont Dietrich von Saldern. Während der extrem frostigen Temperaturen im Februar hatten die Pflanzen nämlich aufgehört zu blühen. Mit Mühe und Not hatte der Hausherr im Glashaus eine Temperatur von vier Grad halten können, so dass die Pflanzen die Kälte nahezu schadlos überstanden haben. Mit steigender Temperatur entfalten sie nun wieder ihre volle Blütenpracht.

Die Benefizveranstaltung „Blühende Kamelien“ findet statt am Samstag, 17. März, 10 bis 18 Uhr, im Wohn-Gewächshaus, „Auf der Glashütte 11“, Osterwald. Verkauft werden Stauden, Jungpflanzen, Secondhand-Kleidung, Schmuck aus eigener Werkstatt, Lose, Suppen, Getränke, Schnittchen und Kuchen.

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Vom Steckling bis zur fertigen Pflanze – die Kamelien brauchen besondere Pflege, damit sie üppig blühen.



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