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Brand in der Coppenbrügger Bahnhofstraße angenommen / Menschenrettung stand im Vordergrund

Übungseinsatz im Elektrobetrieb lief professionell ab

Coppenbrügge (gro). Ein erschreckendes Szenario für die Feuerwehralarmübung hatten sich der stellvertretende Gemeindebrandmeister Cord Pieper und der Gemeinde-Atemschutzbeauftragte Thomas Dolle ausgedacht. Bei einem Brand in dem Elektrobetrieb von Hans-Joachim Zippel in der Bahnhofstraße in Coppenbrügge sollte in der Werkstatt ein Brand ausgebrochen sein. Es wurde angenommen, dass zwei Mitarbeiter einen Stromschlag bekommen hatten und weitere neun Personen, Mitglieder der Jugendfeuerwehr Bessingen, würden im Bereich der stark verqualmten Werkstatt und des Kellers vermisst werden.

veröffentlicht am 05.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:41 Uhr

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Fünf Minuten nach der Alarmierung traf das erste Feuerwehrfahrzeug mit Gruppenführer Marc-Oliver Tesch am „Brandort“ ein. Er fand auf dem Hof den Besitzer der Firma auf dem Boden sitzend, der Tesch darüber informierte, dass es in der Werkhalle einen Knall gegeben habe. Die erste Frage des Gruppenführer: „Sind da Gasflaschen in der Halle?“ Schnell erfasste der Brandschützer die Lage: ein Angriff mit Wasser und blindes Hineinstürmen in die Halle kamen nicht infrage, denn der Strom war noch eingeschaltet. Die Eisentür prüfte er auf Hitze von der Außenseite, gab Befehl, dass sich erste Atemschutzgeräteträger zum Einsatz fertigmachen sollten. Die drangen, gesichert mit einer 30 Meter langen Feuerwehrleine, in das Gebäude ein. Mittlerweile waren zahlreiche Menschen zum Ort des Geschehens geeilt. Minuten später heulten die Sirenen.

Kurzfristig kam es auf der B 1 zu einem Verkehrsstau, als die Brandschützer für die Wasserzufuhr eine Schlauchbrücke über die Straße verlegten. Wechselseitig wurde dann der Autoverkehr darüber hinweggeleitet. 75 Brandschützer der Feuerwehren Coppenbrügge, Marienau, Dörpe, Bäntorf und Bisperode waren mit sieben Fahrzeugen nun nach gut 20 Minuten eingetroffen, unter ihnen 27 Atemschutzgeräteträger, von denen 18 eingesetzt wurden. Sie retteten die elf vermissten Personen, nachdem sie den Strom in der Werkstatt abgeschaltet hatten, und setzten einen Ventilator ein, um den Qualm aus dem Gebäude herauszublasen.

Hans-Joachim Zippel war des Lobes voll über den Einsatz der Feuerwehr: „Das hätte ich nicht gedacht. So schnell und professionell.“ Auch Gemeindebrandmeister Walter Schnüll lobte in seiner Manöverkritik: „Ihr habt das gut gemeistert. So wie es sein soll, gingen die Einsatzkräfte vor.“ Und Cord Pieper sagte: „Das ist gut gelaufen.“

Großaufgebot der Feuerwehr an der B 1 in der Bahnhofstraße in Coppenbrügge – es war eine Übung.

Foto: gro



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