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Bei Sturm und Regen: Feuerwehrleute befreien 146 unverletzte Tiere aus Viehtransporter

40-Tonner kippt um – 34 Schweine tot

Hemmendorf. Der dreistöckige Viehtransporter hatte soeben 180 Schweine von einem Mastbetrieb in der Hemmendorfer Feldmark abgeholt. Auf einem geschotterten Wirtschaftsweg, der zur Straße „Alter Kirchweg“ und weiter zur B 1 führt, nahm das Unglück am Montagabend um 18.50 Uhr seinen Lauf: Die rechten Räder des Aufliegers rutschten in einer scharfen Kurve weg, der Sattelzug kippte um, stürzte auf einen Acker. Der Fahrer der im Weimarer Land zugelassenen Mercedes-Zugmaschine hatte Glück im Unglück – er kam mit dem Schrecken davon.

veröffentlicht am 07.01.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 10:50 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Die Schweine quiekten vor Aufregung in ihren Boxen, einige waren tot, ein paar verletzt. Zunächst wurde die Feuerwehr Hemmendorf um Hilfe gebeten. Bei Sturm und Starkregen und im Licht der eilig aufgestellten Halogenscheinwerfer begannen Freiwillige damit, die Tiere aus dem umgestürzten Transporter zu befreien und in Viehanhänger zu treiben. Um 20.23 Uhr forderte der Einsatzleiter erstmals Unterstützung an. Die Männer, die auf freiem Feld inmitten der eisigen Schauerböen arbeiten mussten, waren innerhalb von wenigen Minuten klitschnass. „Das Regenwasser ist uns von Jacke und Hose in die Stiefel gelaufen“, erzählt Ortsbrandmeister Rolf Schmidt. Die Feuerwehr Salzhemmendorf rückte an. Mit einem Trennjäger schnitten Helfer Löcher in das Aluminium-Dach des Sattelaufliegers und entfernten Bolzen. „An viele Schweine konnten wir nur so herankommen“, erzählt Schmidt. Kurz vor 23 Uhr ließ Schmidt auch die Feuerwehr Lauenstein anrücken. Einige Helfer waren völlig durchnässt, erschöpft und froren. Mitglieder des ABC-Zuges aus Marienau bauten unweit des Havaristen ein Zelt mit Heizung auf. Die in Kirchohsen stationierte Verpflegungsgruppe der Kreisfeuerwehrbereitschaft „Katastrophenschutz“ kochte Kaffee und Tee. Drei Tierärzte untersuchten die Schweine. Danach stand fest: Die meisten Tiere waren unverletzt.

Bei dem Unfall seien 26 Schweine getötet worden, teilte Hauptkommissar Jörn Schedlitzki mit. Auf Veranlassung des Kreisveterinäramtes seien weitere sieben Tiere notgeschlachtet und ein Schwein von einem Tierarzt eingeschläfert worden. Die Tiere, die transportfähig waren, wurden auf ein Ersatzfahrzeug verladen und zu einem Schlachthof gebracht.

Angesichts der Wetterlage und Dunkelheit entschieden sich Spezialisten gegen eine Bergung des fünfachsigen Gefährts.

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  • Freiwillige befreien die Schweine aus dem umgestürzten Lastwagen.
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  • Spezialisten bereiten die Bergung des 40-Tonners vor.

Erst gestern Vormittag rückten ein 60-Tonnen- und ein 80-Tonnen-Kran an. Einige Stunden später stand der beschädigte Lastzug wieder auf seinen zwölf Rädern und konnte abgeschleppt werden. Die Höhe des Schadens ist nicht bekannt.



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