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Windkraft-Investoren müssen Ausgleichszahlungen leisten

250 Bäume gepflanzt

BRÜNNIGHAUSEN. In Absprache mit den Bürgern hatte die Gemeinde Coppenbrügge vor zwei Jahren beschlossen, in allen Orten der Gemeinde, in denen Windkraftanlagen installiert sind, Bäume zu pflanzen. In einigen Ortsteilen wurden diese sogenannten Ausgleichspflanzungen durch Fachfirmen bereits durchgeführt,

veröffentlicht am 17.04.2017 um 15:44 Uhr

Auf der Wiese am Dorfgemeinschaftshaus Brünnighausen wurden kürzlich Obstbäume gepflanzt. „Entstehen soll hier eine schöne Streuobstwiese“, so Gerald Mehrtens. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Im vergangenen Jahr wurden in Bäntorf, Herkensen und in Diedersen Bäume gepflanzt, in diesem Jahr in Brünnighausen. Gepflanzt wurden dort an mehreren Stellen insgesamt 108 Laub- und Obstbäume: unter anderem in Richtung Ruhbrink, in der Feldmark in Richtung Friedhof, außerhalb des Ortes sowie auf der zum Dorfgemeinschaftshaus gehörenden Wiese, die mit Obstbäumchen bepflanzt wurde.

„Entstehen soll hier eine schöne Streuobstwiese“, erläutert Gerald Mehrtens von der Gemeindeverwaltung. Gepflanzt wurden an diversen Stellen von Brünnighausen insgesamt 32 Obstbäume – vorwiegend alte Apfelsorten. Wenn sie zu tragenden Bäumen herangewachsen sind, sollen sie jedes Jahr aufs Neue an „Paten“ vermietet werden, die den Ertrag zum eigenen Verbrauch nutzen können. Bei den Laubbäumen handelt es sich um heimische Baumarten, wie beispielsweise Spitzahorn, Birke, Traubeneiche, Winterlinde, Säulen-Hainbuchen und Säulen-Eiche. Die bisher durchgeführten Pflanzungen von insgesamt 250 Bäumen schlagen mit 16 000 Euro für Bäntorf und Herkensen zu Buche, mit 14 000 Euro für Diedersen und mit 11 000 Euro für Brünnighausen. Finanziert wird die komplette Pflanzaktion durch die gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen der Windkraft-Investoren.

Laut Bundesnaturschutzgesetz sollen die Ersatzzahlungen dem Naturschutz und der Landschaftspflege zugutekommen. Voraussichtlich im kommenden Herbst und im Frühjahr 2018 soll die Pflanzmaßnahme in Dörpe (vermutlich in der „Kirschbaumallee“) und in Hohnsen fortgesetzt werden. Geplant sind außerdem noch weitere Pflanzungen in Herkensen.

Nicht überall konnten und können Ersatzpflanzungen vorgenommen werden, da beispielsweise die zur Verfügung stehenden Flächen zu klein sind. „Mit den Dorfgemeinschaften werden wir zu gegebener Zeit Alternativen suchen“, betont Coppenbrügges Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg.

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