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Kosten für Kultur vorgestellt

2018 sinkt Coppenbrügge unter Grenze von 7000 Einwohnern

COPPENBRÜGGE. Sollte sich die demografische Entwicklung im Flecken Coppenbrügge wie gehabt fortsetzen, dürfte sich die Zahl der Coppenbrügger schon im kommenden Jahr unter die 7000er-Marke bewegt haben. Diese Prognose stellte Anja Hölscher von der Finanzabteilung der Verwaltung.

veröffentlicht am 29.11.2017 um 17:26 Uhr
aktualisiert am 29.11.2017 um 21:00 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Anja Hölscher stieg mit dieser Prognose in die Haushaltsberatungen für das Jahr 2018 ein. Sie berief sich dabei auf Zahlen des Einwohnermeldeamtes des Fleckens. Danach wurden 2004 noch rund 8000 Coppenbrügger gezählt. 2016 war deren Zahl bis kurz über die 7000 gesunken. Ins Jahr 2017 ging man mit 7073 Einwohnern. In diesem Jahr sorgten weniger Geburten als Sterbefälle nach den Zahlen der Einwohnermeldebehörde aber bereits dafür, dass 98 Einwohner weniger registriert werden. Hölscher: „Der seit Jahren zu beobachtende Bevölkerungsrückgang setzt sich fort.“

Was dazu geführt hat, dass Coppenbrügge nach der aktuellen demografischen Studie der Bertelsmann-Stiftung als „stark alternde Kommune“ eingestuft wird. Was in exakten Altersangaben ausgedrückt statistisch so viel heißt, dass 26 Prozent der Coppenbrügger derzeit in die Altersgruppe der 51- bis 65-Jährigen gehören, 23 Prozent sind 66 Jahre und älter. „Damit ist bald die Hälfte der Menschen über 50 Jahre alt“, so Anja Hölscher, die darauf verwies, dass die Anwerbung von Gewerbe und jungen Familien für Coppenbrügge wichtiger denn je sei.

In diesen Kontext von Demografie und Attraktivität des Fleckens waren dann auch die Beträge zu sehen, die im kommenden Jahr im Haushalt für die Bereiche Kultur, Tourismus und Soziales angesetzt sind. So werden sich hierfür die Gesamtaufwendungen insgesamt auf 236 300 Euro belaufen. Davon entfallen an Aufwendungen auf den Bereich Heimat- und Kulturpflege 10 300 Euro. 20 200 Euro sind für die Unterhaltung des Burgbereichs vorgesehen. Hier ist für 2018 geplant, den Baukomplex des Museums um ein Töpfereigebäude zu erweitern und die Bühnenbeleuchtung zu erneuern. Hierfür laufen bereits Anträge für Fördermittel. Für das Museum selbst sind Aufwendungen von 11 000 Euro vorgesehen.

Nach dem Umzug der Bücherei in neue Räume läuft derzeit deren Einrichtung. Hierzu soll das Konzept nach neuen Anforderungen überarbeitet werden. Dennoch ist der Ansatz 2018 mit 6800 Euro konstant geblieben. Andrea Wegener, die für die Verwaltung als Vertretung des Bürgermeisters im Ausschuss saß, kündigte aber an, dass für Neuanschaffungen möglicherweise kurzfristig Mittel bereitgestellt werden müssten. Auch hoffe man hier auf Sponsoren.

Für Asylbewerber ist im Haushalt 2018 ein Zuschussbedarf von 32 200 Euro eingeplant. Im November lebten 81 anerkannte Flüchtlinge in Coppenbrügge und Marienau – 37 Männer, 19 Frauen und 25 Kinder. 17 der Flüchtlinge stehen bereits in einem festen Arbeitsverhältnis.

Für die Tourismusförderung bringt die Gemeinde im kommenden Jahr einen Zuschussbedarf von 42 400 Euro auf. Den größten Posten macht hier mit 38 000 Euro die Werbung und die Unterhaltung der Wanderwege aus. Zu den Gästeübernachtungen fehlen exakte Zahlen. Anja Hölscher: „Die Zahlen sind wenig tragfähig, da hier nur Betriebe ab zehn Betten oder Stellplätzen statistisch erfasst werden.“

Obwohl Rainer Olze (SPD) in diesem Zusammenhang anmerkte, das in Coppenbrügge politisch sehr umstrittene Thema der GeTour-Leistungen nochmals aufzugreifen, einigte man sich schließlich darauf, die Probleme um den Tourismus-Verbund nicht öffentlich, „sondern konstruktiv in anderen Gremien zu klären“.



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