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Kirchenamt Hildesheim wappnet sich für Wahlen

161 Bezirke an einem Tag

Coppenbrügge/Salzhemmendorf (ran). Die Vorbereitungen für die Kirchenvorstandswahlen laufen im Kirchenamt Hildesheim seit dem vergangenen Sommer auf Hochtouren. Für 161 Wahlbezirke mit 127 000 Wahlberechtigten ist das Amt zuständig – mehr als je zuvor.

veröffentlicht am 14.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:41 Uhr

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Durch den Zusammenschluss der Kirchenkreise Hildesheim-Sarstedt und Hildesheimer Land-Alfeld zu einem Verband ist der Verband nun für die große Zahl wahlberechtigter Christen im neuen Verwaltungsbereich zuständig. „Das ist schon eine Herausforderung“, sagt Matthias Wehling, Leiter des Bereichs Meldewesen. Doch bislang sei alles nach Plan gelaufen, sagt Amtsleiter Klaus Kastmann. Wenn die Kirchenvorstandswahl am Sonntag, 18. März, stattfindet, haben die beiden einen Großteil ihrer Arbeit schon hinter sich.

Beim Kirchenamt in Hildesheim laufen alle Drähte zusammen. Von hier aus managen Kastmann und Wehling mit ihren Mitarbeitern Iris Krumholz und Ulrich Grotjahn die Organisation der Wahl. Nachdem im Sommer im Amt Wählerlisten erstellt worden waren, gingen die gesammelten Daten nach Hannover zur „Comramo“, dem Rechenzentrum der Landeskirche. Von dort kamen die 127 000 Wahlbenachrichtigungskarten und Wählerlisten mit Stand Oktober zurück nach Hildesheim. Davon hat das Kirchenamt ungefähr die Hälfte direkt verschickt – der Rest der Wähler soll seine Wahlbenachrichtigung von Helferinnen und Helfern in den Gemeinden bekommen haben.

Aber zu einer Wahl gehören nicht nur die Wähler, sondern auch die Kandidaten. Und diese für 113 Kirchengemeinden zusammenzubekommen, ist nicht leicht. Der Kirchenkreisverband umfasst Kirchengemeinden in den politischen Landkreisen Hildesheim und Hameln-Pyrmont sowie in der Region Hannover. Vom östlichen Söhlde bis nach Salzhemmendorf im westlichen Kirchenkreis und von Freden im Süden des Landkreises bis nach Oesselse vor den Toren Hannovers. Im kompletten Bereich des Kirchenkreisverbandes hat das Amt etwa 900 Kandidaten für rund 600 Kirchenvorstandsplätze gelistet und danach die Stimmzettel vorbereitet. Mit dieser Kandidatenanzahl sind die Verantwortlichen zufrieden.

Um die Kirchenvorstände auf die Wahlen vorzubereiten, gab es Informationsmaterialien für die Gemeinden und Informationsveranstaltungen für die Pastoren. Bei Problemen konnten sich die Kirchengemeinden noch bis kurz vor Ablauf der Meldefrist für die Kandidaten an das Amt wenden. In einigen Gemeinden gab es beispielsweise Schwierigkeiten mit dem Wahlaufsatz. Zum einen mussten genügend Kandidaten gefunden werden, zum anderen änderten sich aufgrund von Gemeindefusionen Wahlbezirke und auch die Anzahl der zu wählenden Kirchenvorsteher. „Kurz vor Schluss gab es noch einige Anfragen aus den Kirchenvorständen oder von Pastoren“, sagt Wehling. Aber letztendlich habe man alle Sachfragen lösen können.

Bei der letzten Wahl im Jahr 2006 lag die durchschnittliche Wahlbeteiligung bei 31 Prozent – im Vergleich zur Landeskirche ein relativ hoher Wert. „Wir hoffen, dass wir den Schnitt halten können“, sagt Kastmann. Große Unterschiede bei der Wahlbeteiligung seien meist zwischen dem ländlichen Bereich und den städtischen Wahlbezirken zu beobachten, erklärt Wehling. Auf dem Land könne die Wahlbeteiligung durchaus bis zu 80 Prozent betragen, in den Städten hingegen könne es vorkommen, dass nur zehn Prozent der Wahlberechtigten den Weg zur Urne fänden.

Am Sonntag, 18. März, sind die Wahllokale, je nach Gemeinde, zwischen 9.30 Uhr und 18 Uhr geöffnet. Danach werden die Stimmen vor Ort ausgezählt und sollten bis 20 Uhr im Kirchenamt gemeldet sein. „Zu siebt nehmen wir die Ergebnisse der Gemeinden entgegen und geben sie an die Presse und Landeskirche weiter,“ sagt Wehling. Vor Mitternacht sei an Feierabend nicht zu denken. Im Kirchenamt stellt man sich am Sonntag auf einen langen Arbeitstag ein.

Der Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld (orange) und der Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt (blau) sind zusammen in einem Kirchenkreisverband organisiert, der insgesamt 113 Kirchengemeinden umfasst.

Karte: pr/Dana



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