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1000 Gäste beim Flugplatzfest Bisperode

Bisperode (gro). „Das war es, das besungene Gefühl von Reinhard May: Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, sagt Heike Buchwald aus Grohnde nach ihrem ersten Flug in ihrem Leben. Sie war ganz bewusst zum Flugplatzfest in Bisperode gekommen, um diesen Flug zu machen. Angst habe sie überhaupt nicht gehabt, und als das Flugzeug abgehoben habe „blieb der ganze Stress hinter mir, und es stellte sich ein Gefühl von Freiheit bei mir ein“. Für sie bewahrheitete sich der Spruch „Nur fliegen ist schöner“, und das sei jetzt für sie die Devise.

veröffentlicht am 06.09.2009 um 16:44 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 22:41 Uhr

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Bisperode (gro). „Das war es, das besungene Gefühl von Reinhard May: Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, sagt Heike Buchwald aus Grohnde nach ihrem ersten Flug in ihrem Leben. Sie war ganz bewusst zum Flugplatzfest in Bisperode gekommen, um diesen Flug zu machen. Angst habe sie überhaupt nicht gehabt, und als das Flugzeug abgehoben habe „blieb der ganze Stress hinter mir, und es stellte sich ein Gefühl von Freiheit bei mir ein“. Für sie bewahrheitete sich der Spruch „Nur fliegen ist schöner“, und das sei jetzt für sie die Devise. „Es war toll, und da kann man sogar überlegen, ob man nicht hier dem Flugsportverein beitritt“, sagt sie.
 Auch Pilot Helmut Spiegel war von seinem Gast begeistert. „Sie war ganz happy und will wiederkommen. Mehr kann ich nicht verlangen.“ Aber nicht nur Heike Buchwald, auch andere Gäste des Festes haben ein Gefühl von der Freiheit und Grenzenlosigkeit über den Wolken erfahren. Groß, mächtig, schwerfällig und grau wie der Himmel über dem Flugplatz Bisperode, so steht sie da am Rollfeldende, die Antonow aus Ballenstedt bei Quedlinburg mit dem Kennzeichen D-FWJE. Zwei Fluggäste fehlen noch, dann kann es losgehen zu dem Rundflug, und die lassen nicht lange auf sich warten. Einer von ihnen ist Peter Greve aus Harderode. Er steigt zum 13. Mal in seinem Leben in den großen Doppeldecker. „Das ist einfach granatenstark, mit dieser Maschine zu fliegen. Das muss man erlebt haben, und ich kann von dieser Sucht nicht lassen“, sagt er. Während Pilot Heiner Klebe schon vorne im Cockpit Platz genommen hat, kümmert sich Co-Pilot Rainer Gaedtke um die Fluggäste. Er kontrolliert das richtige Anschnallen und erklärt kurz, wie der Flug ablaufen wird und was zu beachten ist. Dann nimmt er seinen Platz vorne rechts in der Maschine ein. Knöpfe werden gedrückt, Hebel betätigt und mit einem Knall erwacht der 1000 Ps-Motor mit seinen vier Propellerblättern. Blauer Dunst streicht an den Fenstern vorbei und es zeigen sich bei den Fluggästen frohe, lachende und erwartungsfrohe Gesichter. Langsam setzt sich die sechs Tonnen schwere Maschine in Bewegung, steht am Startpunkt, und nur kurz darauf ertönt der Ruf von Gaedtke: „Alles klar? Es geht jetzt los.“ Donnernd und brüllend, in der Maschine ist kaum das eigene Wort zu verstehen, rollt nun der schwerfällige Vogel an, und nach gut einhundert Metern hebt er ab – nun ist er leicht wie eine Feder, ganz im Gegensatz zum Anblick auf dem Boden.
 Über Hameln, Fischbeck und den Süntel führt der Rundflug in gut 300 Metern Höhe mit 210 Stundenkilometern wieder zurück nach Bisperode – viel zu kurz für alle Gäste an Bord. „Super, schön, einmalig“, lautet das Fazit von Jessica Schwarze aus Coppenbrügge. „Ich bin vorher noch nie geflogen“, sagt Rüdiger Richter aus Bad Münder. „Das war stark; ich bin jederzeit wieder dabei.“ Stefanie Letunowski kennt das Fliegen mit modernen Großraumflugzeugen, aber mit der Antonow nicht. „Das war ganz anders. Ein Gefühl von Freiheit. Das mache ich bestimmt noch einmal mit.“
 Mehr als 1000 Gäste besuchten das Flugplatzfest am Sonnabend und Sonntag in Bisperode und viele erfüllten sich den Traum vom Fliegen, ob das erste Mal oder wie Peter Greve am Sonntag mit seinem 14. Antonow-Flug. Auch am Boden wurde viel geboten. Flugsimulator, Modellausstellung, Filmvorführungen, außerdem eine Tanzvorführung des TSV Bisperode und ein Konzert des Shanty-Chors Bisperode.



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