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Neue Pächter des „Goldenen Ankers“

Zwei Kölner ankern in Bodenwerder

Bodenwerder (dy). In Zeiten, in denen der demografische Wandel überall ein Problem und Thema ist, ist es umso bemerkenswerter, wenn junge Menschen sich für ein Leben in ländlicher Region entscheiden. So wie das Ehepaar Ilka und Mike Hochstein. Gebürtig in Bingen und Köln am Rhein, hat es die beiden 38- und 39-Jährigen jetzt an die Weser gezogen. Ihren Traum der Selbstständigkeit verwirklichen sie im Hotel „Goldener Anker“, das sie vom Besitzer Karl Schoppe gepachtet haben.

veröffentlicht am 04.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:41 Uhr

Ilka und Mike Hochstein aus Köln sind die neuen Pächter des Hote
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„Rund 9000 Kilometer waren wir bundesweit unterwegs und haben uns Objekte auf dem Land und in der Stadt angeschaut“, erzählen beide von ihrer Suche nach einem Hotel und einer Umgebung, „in der alles stimmt“. Das haben sie jetzt für sich in Bodenwerder gefunden. „Der Blick aus den Hotelzimmern oder aus dem Restaurant auf die Weser mit den Hügeln dahinter ist traumhaft“, schwärmt Ilka Hochstein und erzählt, dass die Weser sie an den Rhein erinnere.

Seit Mitte September wirbeln die 38-jährige Hotelfachfrau und ihr Ehemann und Küchenmeister Mike in ihrem neuen Objekt und bringen die 13 Doppelzimmer sowie die Räumlichkeiten für 20, 40 oder hundert Personen auf Vordermann. Nichts steht mehr an seinem Platz, alles wird geputzt, gegebenenfalls erneuert, und die Wände erhalten einen frischen Anstrich. Handwerker aus Bodenwerder wurden mit diesen Aufgaben betraut, wie auch bereits vier Mitarbeiter einen festen Arbeitsplatz bekommen haben.

Und auch ein fester Stamm Aushilfskräfte steht bei Bedarf zu Verfügung. Jetzt allerdings fassen erst einmal alle kräftig mit an, damit der „Goldene Anker“ am 11. November eröffnen kann.

„Pünktlich zum Martinsgans-Essen“, betont die Hotelfachfrau – Ehemann Mike allerdings als geborener Kölner sieht den 11. 11. augenzwinkernd als Start der Karnevalszeit an. Berufliche Erfahrungen haben beide in den vergangenen Jahren in verschiedenen Häusern gesammelt.

Als Hausdame war Ilka Hochstein im „Marriott“ in Frankfurt – seinerzeit das höchste Hotel Europas mit 45 Etagen – bevor sie vom höchsten in das damals älteste Hotel Deutschlands, zum „Schwarzen Bock“ nach Wiesbaden, wechselte. Im Golfhotel in Stromberg lag die Restaurantleitung in ihren Händen, und hier begegnete sie ihrem heutigen Ehemann. Mike Hochstein war zu der Zeit als freiberuflicher Koch selbstständig und auf zahlreichen Events bundesweit tätig. In einem Vier-Sterne-Hotel in Köln hat er seine Ausbildung absolviert und danach in großen Häusern in München, in der Schweiz, auf Sylt und in Baden-Baden als Küchenmeister gearbeitet. „Das Wandern in jungen Jahren ist wichtig, um Erfahrungen zu sammeln“, so das Ehepaar unisono.

Bevor es sie in das Weserbergland zog, waren beide in dem großen Industriellen-Gästehaus der Familie Schickedanz in Fürth drei Jahre tätig.

Zum „Hochgenuss am Weserfluss“ lädt das junge Paar mit einer Speisekarte ein, die Lukullisches für jeden Geschmack bietet und Kleinigkeiten für zwischendurch bereithält. Optimistisch schauen die neuen Betreiber des Goldenen Ankers in die Zukunft und freuen sich über bereits vorliegende Buchungsanfragen.

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