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Bodenwerders Lokalpolitiker einstimmig für Vorhaben in der Innenstadt

Zuspruch für das Zentrum für Jung und Alt

BODENWERDER. Ein Zentrum für Jung und Alt soll im ehemaligen Ihr Platz-Markt in Bodenwerder eingerichtet werden. Der Fachausschuss der Samtgemeinde hatte sich bereits mehrheitlich für das Projekt ausgesprochen. Nun hat auch der Stadtentwicklungsausschuss der Münchhausenstadt ein positives Votum dafür abgegeben.

veröffentlicht am 08.02.2019 um 17:37 Uhr

In den Räumen des ehemaligen Drogeriemarktes in der Innenstadt von Bodenwerder soll das neue Zentrum für Jung und Alt in Zuständigkeit der Samtgemeinde entstehen. foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Ganz neu war es nicht, was die Öffentlichkeit kürzlich im Bodenwerderaner Stadtentwicklungsausschuss zu hören bekam. Die Idee eines zentral gelegenen Ortes, an dem die verschiedenen Angebote der Samtgemeinde zusammen laufen, wurde bereits im Perspektivausschuss der Samtgemeinde vorgestellt. So ein Zentrum für Jung und Alt – im Arbeitstitel kurz ZenJA genannt – soll im ehemaligen Ihr Platz-Markt in Bodenwerder eingerichtet werden. Der Fachausschuss der Samtgemeinde hatte sich in seiner vorangegangenen Sitzung bereits mehrheitlich für das Projekt ausgesprochen. Nun hat auch der Stadtentwicklungsausschuss der Münchhausenstadt ein positives Votum dafür abgegeben – einstimmig.

Für die Münchhausenstadt ist das Vorhaben in Zuständigkeit der Samtgemeinde, ein Zentrum für Jung und Alt in der Innenstadt einzurichten, ein Gewinn. So sahen es auch die Politiker. Daher befürworteten sie den Vorschlag der Verwaltung, den öffentlichen Förderanteil in Höhe von 22 500 Euro, der für das Projekt fällig wird, aus dem Stadtsäckel zu finanzieren. Insgesamt soll die Verwirklichung des ZenJA 238 000 Euro kosten. Durch Leader werden Fördergelder in Höhe von 90 000 Euro in Aussicht gestellt. Den Rest der Umbaukosten müsste der private Eigentümer des Gebäudes tragen.

In dem Zentrum könnten dann Angebote untergebracht werden, wie der interkulturelle Kontakttreff, das Café Kinderwagen, ein Erzählcafé, ein Lese- und Medienraum für Gäste und Besucher der Samtgemeinde sowie Sprechstunden der Rentenberatung und des Senioren- und Pflegestützpunktes. Des Weiteren könnte dort das Wahllokal für die Wahlbezirke Altstadt Bodenwerder und Teilbereiche von Kemnade eingerichtet werden und ein Mehrzweckzimmer, beispielsweise für Besprechungen der Ratsgremien, Seminare und Workshops. Besonders für ältere Menschen hätte der neue Standort Vorteile, da er barrierefrei zugänglich ist. Derzeit sind einige dieser Angebote etwa im Rathaus untergebracht, das nicht barrierefrei ist. Wie der stellvertretende Stadtdirektor Fred Burkert bei der Vorstellung des ZenJA im Stadtentwicklungsausschuss betonte, soll das in den Planungen vorgesehene „Sozialcafé“ im ZenJA keine Konkurrenz zu bestehenden Gastronomiebetrieben in der Innenstadt sein. Man wolle genau das Gegenteil erreichen – wer beispielsweise die Bücherei im ZenJA besucht könnte hinterher noch ein Eis in der Innenstadt essen.

Das ZenJA sei „ein Projekt, das wir unbedingt unterstützen sollten“, befürwortete Friedrich-Wilhelm Dornette (SPD) das Vorhaben im Stadtentwicklungsausschuss. Und auch Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt (CDU) sieht Vorteile darin. Beispielsweise durch die geförderte Kommunikation untereinander, wenn mehrere Einrichtungen am gleichen Ort zusammenkommen.

Im vorangegangenen Perspektivausschuss der Samtgemeinde hatte das Projekt auch für Diskussionen gesorgt, was die Verteilung von Kosten und Nutzen zwischen der Samtgemeinde und der Münchhausenstadt angeht. Bodenwerders Bürgermeister Schmidt sagte im Bodenwerderaner Stadtentwicklungsausschuss: „Der Gast fragt nicht nach einer Samtgemeinde und auch nicht nach einer Münchhausenstadt. Die Probleme, die wir haben, sollten wir gemeinsam lösen.“

Rudolf Hansmann (SPD) wollte wissen, wie viel das Projekt denn in der Folge an Miete kosten würde. Das sollte man vorher wissen, findet er. Doch seine Frage wurde vom Ausschussvorsitzenden Uwe Gesterling (CDU) abgeblockt. Das sei kein Thema für die Öffentlichkeit.



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