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Förderverein Moby Dick startet am Wochenende mit Werfthof und Weseraquarium in neue Saison

Zurück in ruhigen Gewässern

Bodenwerder. Putzmunter ziehen die Weserfische in stets sauberen und naturnah dekorierten Aquarien ihre Bahnen, das pittoreske Fachwerkhäuschen am Fluss wird künftig von April bis September jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Kontinuierlich wächst die Ausstellung zur Schiffsbautradition der Stadt, aktuelles Projekt ist der Aufbau einer Sammlung von Modellschiffen. Dazu ein informativ-lebhafter Facebook-Auftritt mit aktuell 196 Freunden, ein monatlicher Stammtisch und Mitglieder, die es sich hin und wieder beim Räucherforellen-Menü einfach gut gehen lassen.

veröffentlicht am 24.03.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Sabine Weiße
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Er ist kaum wieder zu erkennen, der Förderverein Moby Dick mit seinen rund 50 Mitgliedern. Vergessen scheinen Vorstandskrise, Resignation wegen – zumindest gefühlt – mangelnder Wertschätzung durch Politik und Verwaltung: Die zu Jahresbeginn 2013 „schwere See“ für Verein, Werfthof und Weseraquarium hat sich gelegt. Zurück in ruhigen Gewässern, verleiht ein motiviertes, kreatives Team dem in der Region einzigartigen Museum neue Impulse, Sponsoren machen die Realisierung möglich.

So fallen bei der Hauptversammlung in den „Weserstuben“ die Vorjahresbilanzen der Vorsitzenden Armin W. Engeler und Arnold Schumacher durchweg positiv aus. Da ist die Rede von Futterplänen, Wasserwechseln und Filterreinigungen. „Den Winter haben unsere Fische gut überstanden“, vermeldet Schumacher. Zeitgleich mit dem Fischmarkt 2013 feierte man die Saisoneröffnung, hatte einige Stände rund um den Werfthof aufgebaut. Ein Zugang aus Richtung Promenade wurde im Laufe des Sommers gepflastert, ein kleiner Lehrpfad mit Weserfisch-Porträts angelegt, ein großformatiges Werbebanner angefertigt. Zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten wurden Schüler und Kindergarten-Gruppen über das Gelände geführt, wo sich früher die Helling der Oberweser-Werft befand. „Moby Dick hatte ein gutes Jahr - wenn auch personeller, aktiver und finanzieller Zuwachs wünschenswert sind“, so Schumacher.

Über die „Rückkehr“ der dank regen Sponsoren-Engagements umfangreich restaurierten Seilwinde an ihren früheren „Wirkungskreis“ freut sich Armin W. Engeler. „Vor Jahrzehnten von Hubertus Voges auf dem Gelände der Oberweser-Werft abgebaut, ist sie jetzt wieder fest an der Hellinganlage montiert.“ Ein Anker und eine Flachsbreche von 1878 bereichern seit kurzem die Ausstellung.

Flachsbreche? „Kein Boot, kein Schiff kam ohne Taue und Segeltuch aus Flachs aus. Und die Säcke für den Warentransport waren aus Flachs und Hanf.“

Größere Finanzspritzen von der Samtgemeinde und der Sparkasse Weserbergland ermöglichten den Ankauf von einem Dutzend Weserschiff-Modellen. Unangefochtener „Star“ der Flotte, für deren Beschaffung Arnold Schumacher und Michel vom Berch diverse Recherche-Stunden im Internet verbrachten, ist der motorisierte Weser-Lastkahn „MS Christel“. „2,50 Meter lang, schwimmfähig, fernsteuerbar und vermutlich etwa 40 Jahre alt“, nennt Schumacher die „Eckdaten“. Über Jahrzehnte soll dieses Modell im Flur der längst nicht mehr existierenden Arminius-Werft gestanden haben. Ein Feuerlöschboot en miniature, ein Modell des Raddampfers „Hohentviel“, der bauchige Hafenschlepper „Catharina“ und ein Küstenwachtschiff, wie es Ende der 70-er Jahre für Saudi-Arabien in Bodenwerder gebaut wurde, sind weitere Neuerwerbungen. Nun geht es an den Aufbau eines Regalsystems, um die „Schätze“ angemessen präsentieren zu können. Bis zum Saisonstart, der auch diesmal am Fischmarkt-Wochenende am 29./30. März stattfindet, soll das Regalsystem stehen. Von 11 bis 18 Uhr werden Werfthof und Weseraquarium geöffnet sein. An kleinen Ständen auf dem Hof gibt es Tomatensuppe, Blumen und handgesiedete Seifen, Schmuck - und natürlich Fisch: Matjes im Brötchen und Räucherforelle aus dem Ofen von Michel vom Berch.



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