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Gemeinschaftshaus für Lichtenhagen

Zur Fußball-WM soll es hier rund gehen

LICHTENHAGEN. Die Bauarbeiten für das Dorfgemeinschaftshaus Lichtenhagen gehen voran. Derzeit werden durch die Handwerksunternehmen Rohre verlegt, Fenster und Türen erneuert, Mitte Mai kommt die neue Küche und zwischendurch sollen der Fußboden erneuert und die Heizung installiert werden.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 13:09 Uhr
aktualisiert am 16.04.2018 um 15:16 Uhr

Den Mauerdurchbruch von der Küche zum Gemeinschaftsraum schufen die freiwilligen Helfer in Lichtenhagen per Eigenleistung. Foto: pr
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Karin Küster Reporterin
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Voraussichtlich ab dem Sommer können in dem umgebauten Gebäude Versammlungen, Vorstandssitzungen und vielleicht auch Seniorennachmittage stattfinden, genauso wie private Zusammenkünfte „vom runden Geburtstag bis zum Beerdigungskaffee“. „Unser Ziel“, so sagt Silke Timmermann vom Dorfgemeinschaftsverein, „ist es, zur Fußball-Weltmeisterschaft soweit fertig zu sein, dass wir zur Eröffnung unseres neuen Treffpunkt in Lichtenhagen zum Public Viewing einladen können.“

Solange das Gasthaus „Schneiderkrug“ in Lichtenhagen für Versammlungen und Familienfeiern zur Verfügung stand, sahen die 300 Einwohner keine Notwendigkeit für ein Dorfgemeinschaftshaus. Man traf sich in der Dorfkneipe. Doch nach der Schließung des Traditionslokals sah es plötzlich anders aus. Ein Treffpunkt fehlte. Der Landfrauen-Vorstand traf sich reihum in privaten Räumen. Für größere Veranstaltungen griffen die Lichtenhagener als Notlösung auf das Feuerwehrhaus zurück. Timmermann stellte fest: „Uns fehlt eine Räumlichkeit, die 20 bis 40 Personen Platz bietet.“ In einer Bürgerversammlung wurde nach einer Lösung gesucht. So rückte das im Eigentum der Kirche befindliche Gemeindehaus in den Fokus. Das Gebäude wurde seit der Fusion der Kapellengemeinde Lichtenhagen mit Ottenstein nicht mehr von der Kirche genutzt und stand seit Jahren leer. Dem Dorfgemeinschaftsverein gelang es, mit der Kirche einen Kooperationsvertrag zu schließen, der ihn berechtigt, das Gebäude umzubauen und zu nutzen. Im nächsten Schritt gelang es, Fördermittel aus der Dorferneuerung bewilligt zu bekommen. Ansehnliche 73 Prozent der Bausumme werden bezuschusst. Das ist der höchste Prozentsatz, der überhaupt möglich ist. Er ist den Lichtenhagenern nur sicher, wenn alle Auflagen erfüllt und die Baumaßnahmen bis Ende August dieses Jahres abgeschlossen sind. Eine der Voraussetzungen für eine hohe Bezuschussung war die Barrierefreiheit des Eingangs und des Sanitärbereichs; diese wurde selbstverständlich von vornherein mit eingeplant.

Der Aufwand, alle Auflagen zu erfüllten, war für die Ehrenamtlichen ziemlich hoch, schildert Timmermann. Der öffentlichen Ausschreibung folgte eine umfassende Dokumentation über die Angebotssummen und die anschließende Vergabe der Gewerke. Der Dorfgemeinschaftsverein beauftragte für die Baubeschreibung und die Prüfung der Angebote einen Architekten. Dann konnten die Lichtenhagener selbst tätig werden. Einen Mauerdurchbruch von der Küche zum Gemeinschaftsraum nahmen Helfer aus dem Dorf in Eigenleistung vor.

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