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MdL Tippelt: Mittel für Ottensteins Seniorenprojekt und Bodenwerders Wohnmobilplatz sind bewilligt

Zum Osterfest Fördergeld ins Nest gelegt

OTTENSTEIN/BODENWERDER. Mit einer Osterüberraschung für die Stadt Bodenwerder und den Flecken Ottenstein wartete jetzt die Holzmindener SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt auf: Die Förderanträge, die die Münchhausenstadt für die Erweiterung ihres Wohnmobil-Stellplatzes und Ottenstein für den Bau seines Seniorenzentrums beim Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim gestellt haben, sind bewilligt worden.

veröffentlicht am 14.04.2017 um 08:57 Uhr

An Bodenwerders Weserufer soll der vorhandene Wohnmobilplatz erweitert werden. Die Kosten sind mit 600 000 Euro angesetzt. Foto: wft
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Das Amt hat insgesamt 19 Projekt-Anträge im Landkreis Holzminden, die bis zum 15. Februar gestellt waren, genehmigt. Sie werden mit über 2,4 Millionen Euro bezuschusst. Das Landwirtschaftsministerium hatte gestern bekannt- gegeben, dass mehrere Hundert Förderanträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als 100 Millionen Euro im Rahmen des Förderprogramms zur integrierten ländlichen Entwicklung genehmigt werden können. Sabine Tippelt: „So viele Mittel wie noch nie!“ Dies ist die erste größere Tranche der neuen EU-Förderperiode. Die genannten Zuwendungen sind keine definitiven Auszahlungen, sondern die maximale Fördersumme, die für das jeweilige Projekt zur Verfügung steht. Danach soll in Bodenwerder die Schaffung eines Reisemobilstellplatzes mit bis zu 200 000 Euro bezuschusst werden. Im Rahmen des zukunftsweisenden Ottensteiner Seniorenprojektes wird der Neubau einer Tagespflege mit bis zu 466 000 Euro unterstützt. Für den Neubau eines Mehrfunktionshauses im Flecken Ottenstein gibt es 397 500 Euro an Fördergeldern.

Wenn auch bei der Stadt Bodenwerder noch kein entsprechender Förderbescheid über besagte 200 000 Euro für den Ausbau des Reisemobilplatzes vorliegt, freute sich Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt (CDU) gestern schon über die verfrühte Osterüberraschung: „Damit haben wir vom Amt in Hildesheim die maximale Förderung für die bis 2019 reichende Gesamtmaßnahme erhalten. Man hat also erkannt, welche Bedeutung die Tourismusentwicklung für Bodenwerder hat, und wir können jetzt in absehbarer Zeit mit der Maßnahme starten.“

Nach den bisherigen Planungen sollen zu den 30 bestehenden Wohnmobil-Plätzen am Mühlentor 85 neue Stellplätze hinzukommen. Die Gesamtkosten für eine solche Erweiterung weserabwärts würden sich auf rund 600 000 Euro belaufen. Nach Ansicht der Politik will man mit überschaubarem Risiko an des Projekt herangehen. 2017 sind daher erst mal nur 100 000 Euro zur Bestandsertüchtigung des Platzes im Finanzhaushalt bereitgestellt. Für 2018 und 2019 sind dann nochmals jeweils 250 000 Euro an Baukosten eingeplant.

In Ottenstein ist das Gelände für den Baubeginn vorbereitet. Foto: wft
  • In Ottenstein ist das Gelände für den Baubeginn vorbereitet. Foto: wft

Ebenfalls überrascht von der Mitteilung der Politik über die Bewilligung der beantragten Fördergelder ist auch Ottensteins Bürgermeister Manfred Weiner (CDU): „Wir warten derzeit noch auf die offiziellen Bewilligungsbescheide, die uns für Mai/Juni angekündigt worden sind. Eher können wir mit unseren Baumaßnahmen nämlich nicht anfangen“. Die SPD-Landtagsabgeordnete aus Delligsen hat bereits angekündigt: „Die Ämter für regionale Landesentwicklung werden in den kommenden Tagen die Bescheide verschicken.“ Für den Bau eines Hauses für eine Pflegeeinrichtung im Rahmen des Ottensteiner Seniorenprojektes Alte Schmiede hat Bürgermeister Weiner indes beim Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie indes noch einen weiteren Fördertopf aufgemacht: Aus dem Programm „Wohnen und Pflege im Alter“ hatte die Gemeinde im Juli vorigen Jahres 119 000 Euro beantragt. Jetzt ist in der Verwaltung des Fleckens ein Bescheid eingetroffen, der vor der eigentlichen Bewilligung der Gemeinde schon mal einen vorzeitigen Investitionsbeginn ermöglicht. Mit dem endgültigen Bewilligungsbescheid rechnet Weiner bis zum September.

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