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99 Menschen auf 63-Quadratmeter / „Get the F*ck out of my House“

Wohnen extrem: Hehlenerin zieht in TV-Haus

HEHLEN. Ein Haus mit 63 Quadratemetern Platz und 100 Menschen, die gleichzeitig einziehen. Wer als Letztes wieder auszieht, bekommt 100 000 Euro. Das ist das Grundkonzept der TV-Sendung „Get the F*ck out of my House“, die nun bereits in der zweiten Staffel bei Pro Sieben anläuft. Mit dabei ist diesmal auch die Hehlenerin Jessica Lüneburg, die sich auch nach dieser extremen Erfahrung tatsächlich noch mal mit 100 anderen Menschen Bett, Bad, und eine einzige Toilette teilen würde. Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt sie von ihren Erlebnissen und gibt einen Vorgeschmack darauf, was den TV-Zuschauer ab der kommenden Woche erwartet.

veröffentlicht am 04.04.2019 um 16:40 Uhr
aktualisiert am 04.04.2019 um 17:55 Uhr

Jessica Lüneburg hat bei der TV-Show „Get the F*ck out of my House“ mitgemacht. Hund Armani musste Zuhause in Hehlen bleiben. Foto: ms
Maike Lina Schaper

Autor

Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Im Vergleich zur ersten Staffel, die Anfang 2018 ausgestrahlt wurde, haben sich die Bedingungen verschärft. Waren es vorher noch 113 Quadratmeter, die sich die 100 Kandidaten geteilt haben, sind es nun nunmehr „kuschelige“ 63 Quadratmeter. Das Haus ist auch nicht speziell für so viele Menschen eingerichtet, sondern ein gewöhnliches Wohnhaus mit einem Bad, einem Wohnzimmer und einer Küche – mit Besteck für eben auch nur vier Personen. Der Garten ist tabu für die Kandidaten. Wer die rote Linie, die um das Haus führt, übertritt, der ist raus aus der Show. Frischluft gibt es auf einer zwei Quadratmeter „großen“ Terrasse.

„Es war lustig, aber es war auch hart“, meint Jessica Lüneburg. „Wir haben aus Blumenvasen getrunken, weil wir nicht genug Gläser hatten.“ Bei rechnerisch 0,63 Quadratmetern Fläche pro Hausbewohner wurde dort geschlafen, „wo man gerade stand“, und vor der einzigen Toilette bildete sich schnell eine lange Schlange, berichtet die 37-Jährige. Trotzdem erinnert sie sich an die Zeit mit einem Lächeln im Gesicht und freut sich: „Ich habe meinen neuen besten Freund im Haus kennengelernt. Wir machen auch jetzt noch viel zusammen.“

„Man lernt schon viele coole Leute im Haus kennen“, sagt Lüneburg. Vor dem Einzug habe sie niemanden gekannt, aber „du bist da einen Tag drin und hast das Gefühl, du kennst die Leute schon ewig“, erzählt sie. „Es war eine Erfahrung, aber es war schon echt krass“.

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In dieses 63 Quadratmeter „große“ Haus in Mettmann ziehen die Kandidaten. Foto: Pro Sieben

Wer will, kann das Haus jederzeit freiwillig verlassen, andere werden rausgewählt oder scheiden bei Spielen aus. Nach vier Wochen ist das Extrem-Wohnen vorbei und ein Gewinner wird gekürt, der das Preisgeld von 100 000 Euro mit nach Hause nehmen kann.

Bei vielen Leuten auf kleinstem Raum kann es ganz schön eng werden. „Überall waren Menschen, es war schlimmer als am Bahnhof“, sagt die Hehlenerin. Von einer Ecke des Hauses bis zur gegenüberliegen habe es gut 15 Minuten gedauert, bis sie durchgekommen ist, schätzt sie.

Das Schlimmste für sie seien die kleinen Essensportionen gewesen und lediglich Leitungswasser zur Verfügung zu haben, bilanziert Lüneburg. Die Kandidaten haben ihre Nahrung selbst portioniert und zubereitet. Sechs Kilo habe die 37-Jährige in ihrer Zeit im Haus abgenommen. Auch die Toilette mit 100 Menschen teilen zu müssen, müsste für sie nicht erneut sein. Trotzdem würde sie noch ein weiteres Mal ins Haus einziehen. „Dann würde ich mich aber anders vorbereiten, wenn man sich denn vorbereiten kann“, meint sie.

Eine interessante Selbsterfahrung sei gewesen, „dass ich tatsächlich so lange auf dem Boden schlafen kann“. Und auch „dass man sich mit so vielen Menschen verstehen kann“. Warum sie bei dem TV-Experiment mitgemacht hat, erklärt Jessica Lüneburg so: „Ich konnte mir das nicht vorstellen und ich bin sehr abenteuerlustig.“ Für Lüneburg ist das nicht die erste TV-Erfahrung. In der Vergangenheit war sie bereits als Kandidatin bei „Frauentausch“ zu sehen.

Neben der Hehlenerin sind noch 46 Frauen und 53 Männer unter den Kandidaten. Der jüngste ist 18 Jahre alt, der älteste 58. Auch TV-Promis sind diesmal mit dabei. So sind etwa Sänger Martin Kesici und Ex-„Adam sucht Eva“-Kandidatin Natalia Osada mit ins Haus eingezogen.


Termin: Wer wissen will, wie weit Jessica Lüneburg in der Show gekommen ist, sollte am Dienstag, 9. April, um 20.15 Uhr Pro Sieben einschalten. Dann läuft die erste Folge der zweiten Staffel von „Get the F*ck out of my House“ im TV.



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