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Groß angelegte Inventur in heimischen Privatwäldern

Wo wächst wieviel Wald?

BODENWERDER/HOLZMINDEN. Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Hils-Vogler hat eine neue Waldstrukturdatenerfassung, kurz Waldinventur beauftragt.

veröffentlicht am 17.04.2018 um 17:40 Uhr

Die Akteure der Walddatenstrukturerfassung. Foto: LWK

Die FBG ist ein Zusammenschluß in Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins von rund 300 Waldbesitzern vornehmlich des Privatwaldes, des Genossenschafts- und Kirchenwaldes, aber auch des Kommunalwaldes in den Landkreisen Holzminden, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, und Northeim in einer Größenordnung von rund 2500 Hektar.

Nachdem im südlichen Landkreis Hildesheim begonnen wurde, werden nun folgende Gemarkungen im Landkreis Holzminden begangen: Bodenwerder, Daspe, Hehlen, Heyen, Kemnade, Kreipke, Line und Wegensen.

Um aussagekräftige Daten über Baumarten, deren Verteilung, Alter, sowie der Vorräte an Holz zu erhalten, wird nun flächendeckend sämtlicher Wald mit rund 130 000 Flurstücken auf zirka 4000 Hektar von erfahrenen Taxatoren vor Ort begangen und der Ist-Zustand der Wälder eingeschätzt. Ziel dieser aufwändigen und vom Land zu 80 Prozent geförderten Inventur, die unter der Federführung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) mit dem Geschäftsbereich Forstwirtschaft als Auftragnehmer durchgeführt wird, ist es zu wissen, wo eigentlich wieviel Wald in wessen Eigentum wie wächst. Durch diese Datenerhebung mit dem Stichtag 1. Juli 2018 werden wichtige Strukturdaten des Privatwaldes für eine mittel- bis langfristige Planung geliefert und sind für die forstlichen Berater und Wirtschafter wertvolle Entscheidungshilfe und Beratungs- und Arbeitsgrundlage. Solch eine Inventur wurde zuletzt vor rund 20 Jahren durchgeführt und in dieser Zeit hat sich das Waldbild oft verändert: sei es Nutzungen hiebsreifer Altbestände, Schäden durch Borkenkäfer, Umbauten bestehender Wälder, Sturmschäden durch Orkane wie „Kyrill“ und zuletzt „Friederike“ und Erstaufforstungen veränderten den Wald, sodass nun neue Daten erforderlich werden.

Mittels Luftbildauswertungen und Außenaufnahmen werden die Flächen gemarkungsweise stichtagsbezogen erfaßt und liefern so ein realistisches Abbild auch von den Nutzungsmöglichkeiten. So ist stets sichergestellt, daß nicht mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst (das „Nachhaltigkeitsprinzip“).

Weitere Informationen beim LWK-Forstamt Südniedersachsen unter 05121/7489-82.

red



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