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Wo selbst der Abwasch zum Erlebnis wird

Von Julia Henke

Hohe. Idyllisch wirkt der rund 140 Einwohner zählende Ort Hohe. Die herbstlichen Sonnenstrahlen tauchen die Häuser in ein warmes Licht. Die Luft ist klar. Auf der Straße ist es ruhig. Landleben wie aus dem Bilderbuch. Doch das Dorf wirkt, als würde sich nie ein Fremder dorthin verirren – wäre da nicht das alte Pfarrhaus.

veröffentlicht am 15.10.2009 um 16:44 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:21 Uhr

hohe
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 In dem Fachwerkhaus, das vor etwa 30 Jahren zu einem Freizeitheim umfunktioniert wurde, tobt derzeit das Leben. Heiko Zufall ist in dieser Woche gleich mit mehreren Vorkonfirmandengruppen auf Freizeit. „Ich bin hier seit sehr vielen Jahren immer wieder gerne“, sagt der Kirchenkreis-Jugendwart. Für die Jugendlichen sei das Freizeitheim in Hohe ein idealer Ort, um Gemeinschaft zu erleben. Sei es beim gemeinsamen Kochen, Tisch decken oder Abwaschen – denn das müssen die Gruppen im alten Pfarrhaus alles selbst erledigen. „Das ist für die Kinder ein toller Erfahrungsbereich, den sie zu Hause oft nicht haben“, meint Zufall.

 Außerdem lernten die Kinder in dem Haus, das wenig „Bespaßungs-Möglichkeiten“ biete, den Wert von gemeinsamen Unternehmungen zu schätzen. Heiko Zufall: „Hier müssen sie sich mit anderen auseinandersetzen und lernen Konflikte zu lösen. Das führt zu einem großen Lernerfolg.“

Aber nicht nur Konfirmanden, Pfadfinder oder angehende Jugendleiter kommen für ihre Freizeiten und Seminare nach Hohe. Auch unter Erwachsenen ist das alte Pfarrhaus inzwischen sehr beliebt. Sei es für musikalische Proben oder einfach nur, um sich zu treffen oder das Weserbergland zu erkunden. „Wir haben kein spezielles Klientel. Das Haus ist für jeden offen“, sagt Gerda Busse. Sie ist eine von drei Ehrenamtlichen, die sich um die Gäste und das Haus kümmert, das seit drei Jahren der evangelischen Kirchengemeinde Hehlen-Hohe gehört. Zuvor war der Kirchenkreis Eigentümer des 1906 erbauten Pfarrhauses.

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