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Bodenwerders Stadtdirektorin Warnecke und Bürgermeister Schmidt äußern sich zum aktuellen Stand

Wie steht's um die Wirtschaft?

BODENWERDER. Anfang Februar haben Stadtdirektorin Tanya Warnecke und Bodenwerders Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt (beide CDU) ihre To-do-Liste für die aktuelle Wahlperiode vorgestellt. Dabei hat Warnecke das Thema Wirtschaftsförderung zur Chefsache erklärt. Etwas mehr als ein halbes Jahr ist das nun her. Wir haben nachgefragt, wie es um die wirtschaftliche Entwicklung Bodenwerders steht.

veröffentlicht am 18.08.2017 um 19:51 Uhr
aktualisiert am 18.08.2017 um 21:30 Uhr

Im Gewerbegebiet in Kemnade finden die Kunden neben Drogeriediscounter Rossmann auch zahlreiche andere Unternehmen. Foto: wfx
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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„Einige Sachen sind am Laufen“, antwortet Warnecke. Darunter auch Betriebserweiterungen. Die Verwaltung pflege engen Kontakt zu den Unternehmen. Konkrete Namen will die Stadtdirektorin aber nicht nennen. Die Unternehmen in Bodenwerder zu halten, sei nicht schwierig, sagt Warnecke auf Nachfrage. „Die Firmen bekennen sich zur Münchhausenstadt und zur Samtgemeinde.“ Und auch von außerhalb gebe es Betriebe, die am Standort Bodenwerder interessiert seien, meint Warnecke.

Was das schon seit Jahren schwelende Problemgebiet Innenstadt angeht, in dem leerstehende Ladenlokale mittlerweile schon zum gewohnten Stadtbild gehören, lässt Warnecke einen Hoffnungsfunken aufglimmen: „Es gibt auch Interessenten und Projektanfragen für die Innenstadt.“ Aber auch hier bleibt Konkretes aus. Nur auf so viel lässt sich Warnecke ein: Die attraktive Belebung der Innenstadt wäre nicht nur durch den Einzelhandel interessant. Grundsätzlich, so meinte Schmidt bereits im Februar, sollte man bei der Nachnutzung nicht nur nach neuen Ladenmietern suchen, sondern auch Alternativen wie Wohnungsnutzung oder Ferienquartiere in Erwägung ziehen.

Für Bürgermeister Schmidt sind Wirtschaftsförderung und Innenstadtbelebung vielschichtige Themen. „Wir sind dran und machen uns viele Gedanken, wie wir dafür sorgen können, dass wir die Lebensbedingungen in Bodenwerder stärken.“ Dabei sei allerdings nicht allein die Politik gefragt. „Ich würde mich freuen, wenn Unternehmen kommen und sagen, ich mache was“, sagt Schmidt und führt als positives Beispiel die anstehende Eröffnung eines Schuhgeschäftes in der Innenstadt an. Rat und Verwaltung seien jederzeit gesprächsbereit, betont Schmidt.

Und auch vom stellvertretenden Verwaltungschef Fred Burkert sind ähnliche Töne zu hören: „Wir sind für alle, auch kreative, Ideen offen und möchten da alle Interessenten vernünftig begleiten.“ Eine kreative Idee, das könnte, um ein Beispiel zu nennen, auch ein Pop-up-Laden sein, den sich Warnecke in der Innenstadt vorstellen könnte. Pop-up-Geschäfte ziehen nur vorübergehend in leer stehende Geschäftsräume ein. Dieses Modell hat den Vorteil, dass ohne langfristigen Mietvertrag das finanzielle Risiko des Ladenbetreibers überschaubarer bleibt.

Einen größeren Rückschlag musste die Innenstadt erst vor einigen Monaten einstecken, als Drogeriediscounter Rossmann die Große Straße verlassen hat und ins Gewerbegebiet gezogen ist. Besser den Drogeriemarkt auf der grünen Wiese, als auf Rossmann verzichten, war der Tenor in der Stadt, als die Entscheidung bekannt wurde. Alles in allem sei man aber, was das Einkaufs-Angebot in Bodenwerder angeht „doch sehr zufrieden“, resümiert der stellvertretende Stadtdirektor Burkert.

Mein Standpunkt
Maike Lina Schaper
Von Maike Lina Schaper

Im Gewerbegebiet Kemnade finden Kunden ein breites Angebot. Nicht nur Rossmann hat seinen Sitz dorthin verlegt, auch sind dort Supermarkt und Discounter in unmittelbarer Nähe zu finden und noch einiges mehr. Viele Gründe also für Einkaufsfreudige, direkt dorthin zu fahren und nicht in die Innenstadt. Für die Große Straße könnten tatsächlich kreative Ideen wie Pop-up-Läden oder Ähnliches ein Baustein zur Belebung sein und gerade junge Leute in die Stadt ziehen. Probieren!



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