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Skepsis unter Einwohnern nach Vorstellung der neuen Pläne / Fördergelder für Sanierung wahrscheinlich

Wie sinnvoll ist die Ufer-Gestaltung?

BODENWERDER. Ein Erholungsort für Einheimische und Touristen soll durch die Umgestaltung des Weserufers geschaffen werden. Doch viele Leser sehen das Projekt problematisch: Woher soll das Geld kommen, oder wäre es nicht sinnvoller, in die Innenstadt zu investieren? Der stellvertretende Stadtdirektor gibt Antworten.

veröffentlicht am 05.12.2017 um 15:59 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 17:20 Uhr

Die Weserpromenade ist einer der größeren Posten, für den die Münchhausenstadt in 2018 Gelder zur Finanzierung einplant. Foto: Archiv
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite
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Ein neuer, breiterer Weg für Fußgänger und Radfahrer und mehr Raum für Tische und Stühle für die Gastronomie, eine Schwimmbühne für Kleinkünstler und Musiker, einen Weserstrand und einen großzügigen Spielbereich mit Spielgeräten rund um das Thema Wasser – so lauten die Pläne für das Weserufer in Bodenwerder. Jüngst hatten das Planungsbüro Flaspöhler aus Hessisch Oldendorf, das Ingenieurbüro Treuberg & Hingst aus Halle und der Architekt Detlef Meyer aus Pegestorf dieses Projekt vorgestellt (wir berichteten).

Auf Facebook gehen die Meinungen unserer Leser dazu auseinander: Während sich einige auf die Umsetzung freuen, fragen sich andere, woher das Geld für den Umbau kommen soll, ob dabei beide Weserseiten berücksichtigt würden, ob eine Sanierung der Innenstadt nicht wichtiger für den Tourismus wäre oder ob der Weserstrand nach jedem Hochwasser mit neuem Sand aufgefüllt werden müsste.

Da die Sanierung des Weserufers bereits seit geraumer Zeit ein Ziel sei, seien bereits entsprechende Haushaltsmittel für den Umbau schon voreingeplant, erklärt der stellvertretende Stadtdirektor Fred Burkert.

Zudem sei durch das Städtebauförderungsprogramm, in dem Bodenwerder Mitglied ist, eine finanzielle Förderung zu erwarten. Zunächst würden sich die Planungen dabei auf die linke Weserseite konzentrieren, „denn diese liegt in unmittelbarer Verbindung zur Innenstadt“, so Burkert. Es gäbe jedoch auch Ideen für das gegenüberliegende Ufer. Dass diese später noch umgesetzten würden, sei nicht ausgeschlossen.

Davon, zunächst die linke Weserseite zu erneuern, erhofft sich der stellvertretende Stadtdirektor auch positive Auswirkungen auf die Belebung der Innenstadt. „Natürlich möchten wir gerne alles beleben“, sagt Burkert, doch für die Innenstadt seien andere, bauliche Veränderungen nötig. „Wir hoffen aber, dass wir durch die Umgestaltung des Weserufers Anreize für die Wiederbelebung der Innenstadt schaffen können.“

Auch die Wasserstandsproblematik sei bei dem Projekt selbstverständlich bereits bedacht worden, so Burkert. „Darauf müssen wir natürlich reagieren. Der Hochwasserschutz hat bei allen Planungen die höchste Priorität und ist maßgeblicher Bestandteil.“ Mit dieser Thematik müssten sich jedoch alle Städte mit ähnlichen Stränden an Flüssen auseinandersetzen. Hier gebe es vielfältige Möglichkeiten, hochwassersicher und mit beweglichen Teilen zu arbeiten, die im Falle eines hohen Wasserstandes schnell auf- und abgebaut werden könnten, versichert Burkert.

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