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Interview mit dem 17. Münchhausen-Preisträger Frank Elstner

„Wie kommen die denn darauf?“

Bodenwerder. Frank Elstner wird am Sonntag, 26. Mai, im Gasthaus Mittendorf in Buchhagen mit dem Münchhausen-Preis der Stadt Bodenwerder geehrt. Als 17. Preisträger passt der in Baden-Baden lebende „Fernsehmacher“, der gestern seinen 71. Geburtstag feierte, hervorragend in die Reihe der renommierten Unterhaltungskünstler, die vor ihm den Münchhausenpreis schon erhalten haben. Mit dem Münchhausenpreis wird die besondere Begabung in Darstellung und Redekunst, in Fantasie und Satire honoriert.

veröffentlicht am 19.04.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

Edda Dreyer
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Herr Elstner, was waren Ihre ersten Gedanken, als Sie für den Münchhausen-Preis ausgewählt wurden?

Wie kommen die denn darauf?

Münchhausen wird häufig als Lügenbaron bezeichnet. Sind kleine Lügen in Ihrem Alltag für Sie legitim?

Ich versuche lügenfrei zu sein – und habe damit wohl gerade den besten Beweis dafür geliefert.

Kennen Sie einige der Münchhausen-Geschichten und wenn welche? Gibt es eine, die Sie besonders mögen?

Na klar, ich kenne die Pferdegeschichte und die Kugelgeschichte. Der Vater meines Bruders, der eigentlich mein Halbbruder ist – wir haben dieselbe Mutter –, war ein bekannter Schauspieler. In dem Münchhausen-Film hat er die Rolle des Gauners gespielt, der sich eine Fechtszene mit Hans Albers liefert. Insofern heißt es bei uns in der Familie immer, wenn dieser Film im Fernsehen läuft: Los, den müssen wir gucken!

Gibt es Menschen, Dinge oder Orte, die Sie besonders für Ihre Auftritte inspirieren?

Wenn man ein kreativer Mensch ist, findet man seine Inspiration überall: im Hotelzimmer, in der Bar, im Flugzeug, bei einer Stewardess, einem Kind, einem Buch, in den Nachrichten – wir sind offen für alles.

Kennen Sie noch Lampenfieber ?

Ja, mittlerweile sogar immer besser.

Was hilft Ihnen, um abzuschalten?

Sport, Sport, Sport. Ich laufe täglich eine Stunde zu Meditationszwecken.

Haben Sie einen Talisman oder Glücksbringer? Haben Sie feste Rituale vor Ihren Auftritten?

Nein, einen Talisman oder Glücksbringer habe ich nicht. Aber ich habe ein Ritual: Ich lege mich vor jedem Auftritt immer eine Stunde hin.

Kennen Sie einige der vorherigen Münchhausen-Preisträger persönlich?

Natürlich.

Wie stellen Sie sich den Festakt anlässlich der Preisverleihung vor?

Da lasse ich mich überraschen.

Nazan Eckes wird die Laudatio halten. Was verbindet Sie mit der Moderatorin?

Nazan ist eine der sympathischsten Moderatorinnen, die mir in den letzten Jahren begegnet sind.

Gibt es etwas, was Sie im Vorfeld den Besuchern des Festaktes schon mitteilen möchten?

Sie sollen vor allem um Gottes willen von mir nicht zu viel erwarten.

Frank Elstner wird am Sonntag, 26. Mai, im Gasthaus Mittendorf in Buchhagen mit dem Münchhausen-Preis der Stadt Bodenwerder geehrt. Im Interview äußert er sich erstmals zu dieser Auszeichnung. dpa



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