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Seit 1868 in Bodenwerder

Wetterhahn wacht seit 150 Jahren

In unserer Reihe „Hingeguckt“ richten wir in loser Folge den Blick auf Details im Stadtbild von Bodenwerder. Heute schauen wir uns den Wetterhahn auf dem Grundstück des evangelischen Kindergartens genauer an.

veröffentlicht am 01.11.2018 um 17:49 Uhr
aktualisiert am 01.11.2018 um 20:10 Uhr

Wetterhahn von 1868. Foto: kb
Beißner

Autor

Karin Beißner Reporterin
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BODENWERDER. Wer das Grundstück des evangelischen Kindergartens betritt, geht jedes Mal an dem filigranen Wetterhahn vorbei, der je nach Windrichtung sich in der Breite zeigt oder dem Betrachter das Hinterteil mit den hoch aufgerichteten Schwanzfedern zuwendet.

Aber vielleicht wird er auch gar nicht beachtet, weil er auf einem Sockel steht und der Blick etwas gehoben werden muss. Vor 150 Jahren war er dem Auge nicht so nah. Damals, im Jahre 1868, bekam er seinen Platz auf der St.-Nicolai-Kirche und schaute fast 100 Jahre lang auf das Geschehen in der Münchhausenstadt herab. 1963 musste das Dach des Kirchturms erneuert werden und dabei wurde auch die Kirchturmspitze abgebaut. In dem ehemals goldenen Turmknopf unter dem Wetterhahn befanden sich, wie es allgemein Brauch ist, Urkunden, die über die Verhältnisse in Bodenwerder zu jener Zeit Auskunft gaben. Der Ort war selbstständige Stadt, gehörte zum Kreis Hameln und hatte 1320 Einwohner. Außerdem konnte anhand noch älterer Urkunden aus den Jahren 1785 und 1820 die Geschichte der Stadt nachvollzogen werden. Da der Schifferverein Bodenwerder-Hehlen für die Kirche das heutige goldene Schiff als neue Spitze spendiert hatte, musste die alte Spitze einen neuen Platz finden.

Seit 1963 beobachtet der Hahn nun als altes Symbol der Wachsamkeit, wer den Kindergarten betritt und hat dabei auch immer ein wachsames Auge auf Pastor Klein und seine Frau.



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