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Matthias Brodowy und Detlef Wutschik boten kabarettistische Comedy im Gasthaus Hahn

Werner Momsens geballte Weisheiten

Ottenstein. Wenn Hamburgs Klappmaulkomiker Werner Momsen auf Matthias Brodowy, Hannovers Vertreter des gehobenen Blödsinns, trifft, darf das Publikum eine exklusive Mischung aus Comedy und Kabarett erwarten. Und die Gäste im voll besetzten Saal des Gasthauses Hahn wussten diese Mischung zu genießen und sparten nicht mit Applaus. Mit einer Vorpremiere ihres neuen gemeinsamen Programms „Mensch, Puppe“ waren die beiden Nordlichter Matthias Brodowy und Detlef Wutschik- alias Werner Momsen nach Ottenstein gekommen. Sie präsentierten Highlights aus ihren Programmen und gemeinsame Geschichten und Lieder – skurril und abgedreht, aber auch poetisch und nicht ohne die leisen Töne.

veröffentlicht am 14.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:07 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Mit ihrer neuen Produktion treten Matthias Brodowy und Detlef Wutschik nach der „Bert Engels Show“, mit der sie im Vorjahr die Bühnen unsicher machten, in ihrem zweiten gemeinsamen Doppel auf. Sie verknüpfen auf faszinierend neue Weise zwei Genres miteinander: Mensch trifft auf Puppe, und sowohl Puppe als auch Mensch spielen immer wieder ironisch mit diesen verschiedenen Formen von Bühnenpräsenz. So Brodowy – Verständnis heischend über Herrn Momsen: „Er ist eben eine Puppe, eine absolute Minderheit. Er hat nicht mal aktives Wahlrecht… .“

Doch mal abgesehen von diesen kleinen Kabbeleien zwischen Mensch und Puppe, bei der Letztere auch schon mal gelangweilt ist, wenn Matthias Brodowy sich bei seinen musikalischen Kabarett-Einlagen in

intellektuellem Wortwitz und tiefsinnigen Betrachtungen über die Politik oder den sozialen Umgang der Menschen miteinander verliert, profitieren beide voneinander in satirischen Synergie-Effekten: Denn während Kabarettist Brodowy geistbestimmt scharfsinnig analysiert, tritt ihm mit Werner Momsen das geballte Halbwissen entgegen. Denn Werner Momsen hat zu allem was zu sagen – und tut das auch. Seine Meinung sagt er gerne offen heraus. Und zwar unverblümt, denn ihm steht der Intellekt nicht im Wege. Herr Momsen macht auch kein Geheimnis um seine eigene Person: Er ist Rentner, seit 40 Jahren mehr oder weniger glücklich verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist gesellig, geht gerne unter Leute, hat keinerlei Berührungsängste.

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Und so verknüpfen Puppenspieler Wutschik und Kabarettist Brodowy in ihrer Show auf ganz neue Weise zwei Genres miteinander. Sie machen eine Revue, die in keine Schublade passt, zu einem einmalig schrägen Theatervergnügen.

Das Publikum im „Hahn“ wenigstens genoss die gut zweistündige Zwei- beziehungsweise Dreimann-Vorstellung in vollen Zügen; seien es nun Brodowys Politiker-Beschimpfung, seine Betrachtungen zu Bahnfahrten und Hotelaufenthalten oder Momsens Ausführungen über Hundedreck, Kreuzfahrt-Bufetts oder Fitness-Studios. Riesenapplaus daher, als das Ehepaar Hahn im obligatorischen Hühner-Kostüm die Bühne betrat, um sich bei den Darstellern für den gelungenen Abend zu bedanken.

Matthias Brodowy und Werner Momsen boten auch gemeinsame Musikeinlagen (l.).

Schon Kult im „Hahn“ nach Bühnenauftritten: Die Hahns bedanken sich im Kostüm bei den Darstellern (unten).

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