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Realschule Bodenwerder und die Münchhausenschule beteiligen sich an landesweitem Wettbewerb

Wenn Schüler im Wald zum Spaten greifen

Bodenwerder (rbo).Mit Bäumen kennen sie sich inzwischen aus – und natürlich auch mit dem Biotop Wald: die Schüler der Realschule Bodenwerder und der Münchhausenschule. Die beiden Einrichtungen gehören zu den 25 Schulen, die im Losverfahren ausgewählt worden waren, am Landeswettbewerb der Stiftung „Zukunft Wald 2100“ teilzunehmen. Insgesamt hatten sich 57 Schulen beworben.

veröffentlicht am 27.04.2010 um 19:03 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:21 Uhr

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Jetzt schaute der Direktor der Stiftung bei den beiden Schulen vorbei, um sich über den Stand der Projekte zu informieren. „Wir wollen junge Menschen gewinnen, die sich für die Zukunft interessieren“, sagt Franz Hüsing. Wir können nur so viel Holz nutzen, wie Bäume nachwachsen – also Nachhaltigkeit produzieren, erklärt der Stiftungsdirektor, der vor seiner jetzigen Tätigkeit die Forstämter Wolfenbüttel und Braunschweig leitete. Die Niedersächsischen Landesforsten haben als erstes öffentliches Unternehmen der Forstwirtschaft in Deutschland die Stiftung Wald im Juli 2008 ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe besteht hauptsächlich darin, Artenschutzprojekte in den Landesforsten zu realisieren und etwas für die Umweltbildung zu tun. Das Maskottchen der Stiftung ist die Wildkatze, die als Gallionsfigur für intakte Wälder steht. Den Grundstock für die Stiftung legten die Landesforsten mit zwei Millionen Euro aus den Gewinnen des Kyrill-Jahres 2007. Das Kapital wird von den Landesforsten und durch Spenden aufgefüllt. Auch ist man im Kuratorium froh, dass die Stiftung von der Bingo-Stiftung, der Deutschen Umweltstiftung, dem NDR 1 Niedersachsen und Politikern wie Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff unterstützt wird.

Die Klasse 10.2 der Realschule Bodenwerder hat sich mit ihrem Projektlehrer Werner Henze intensiv mit dem Thema Wald beschäftigt. Im Forstamt Oldendorf haben sie auf einem 140 mal 20 Meter großen Waldstück nach ihren Vorstellungen Wege angelegt und seltene Bäume angepflanzt. Meist waren es Bäume des Jahres wie Silber-Weide, Rosskastanie, Sand-Birke, Sommer-Linde, Schwarz-Pappel oder Wildbirne. Natürlich fanden diese Arbeiten unter der Aufsicht, Hilfe und fachkundiger Anleitung von Förster Farries statt. Die Münchhausenschule ist andere Wege gegangen. Es wurden Samen gesammelt und von Keimlingen zu Stecklingen herangezogen – in Zusammenarbeit mit Bewohnern des DRK-Seniorenhauses. Unter Anleitung von Förster Rebers vom Forstamt Coppenbrügge setzten sie in einer Pflanzaktion 300 Bäume. Auf dem Schulgelände soll jeder Baum eine Tafel mit Beschreibung seiner Eigenschaften erhalten. Weiterhin wollen die Schüler individuelle Bücher über Bäume herstellen. Verantwortlich für diese Projekte zeichnet Barbara Gembus, die den Jugendlichen „Feuereifer“ bescheinigt. Jeweils drei Schüler werden mit ihrem Lehrer am 11. Juni zur Waldbotschafterkonferenz nach Springe eingeladen. Unter der professionellen Moderation vom NDR werden dann die besten Arbeiten mit bis zu 3000 Euro prämiert.

Stiftungsdirektor Franz Hüsing in lockerer Diskussion mit Schüle
  • Stiftungsdirektor Franz Hüsing in lockerer Diskussion mit Schülern der Realschule Bodenwerder. Links: Werner Henze.

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