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Wenn Mädchen nicht mehr wehrlos sind

Bodenwerder (phi). Es sind die klassischen Momente, die jede Frau kennt: ein dummer Anmachspruch in der Kneipe, eine anzügliche Bemerkung vom Kollegen, der typische „Bauarbeiterpiff“ auf offener Straße – Situationen, die unangenehm sind, aber oft geschwiegen wird.

veröffentlicht am 22.08.2012 um 15:03 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:21 Uhr

„Fass mich nicht an“: Wen-Do ist ein Selbstschutzkonzept für Frauen und Mädchen gegen sexualisierte Gewalt. Foto: pr
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Bodenwerder (phi). Es sind die klassischen Momente, die jede Frau kennt: ein dummer Anmachspruch in der Kneipe, eine anzügliche Bemerkung vom Kollegen, der typische „Bauarbeiterpiff“ auf offener Straße – Situationen, die unangenehm sind, zu denen aber oft geschwiegen wird.

Noch schlimmer wird es, wenn die Angriffe vom Verbalen ins Tätliche abgleiten. Viele Frauen sehen sich dann in der Opferrolle, denn sehr oft sind die zumeist männlichen Angreifer körperlich überlegen – soweit das Bild in der Gesellschaft. „Das muss aber so nicht sein“, hält Irina Grobecker aus Hehlen dieser landläufigen Meinung entgegen. Und Grobecker muss es wissen, denn seit 15 Jahren ist sie ausgebildete Wen-Do-Trainerin.
 „Wen-Do“ setzt sich zusammen aus dem englischen Wort „women“ (Frauen) und dem asiatischen Wort „Do“, der Weg. Wen Do bedeutet also „Weg der Frauen“, erklärt die diplomierte Religionspädagogin und Sozialarbeiterin, und umreißt kurz, was in den Kursen, die sie für Mädchen und Frauen anbietet, vermittelt werden soll: „Es handelt sich um ein Selbstschutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt. Wen-Do setzt bei der Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstsicherheit an, denn ob eine Frau sich wehrt, hängt nicht von ihrer Körperkraft ab, sondern von der Entschlossenheit, ihr Leben und ihre Würde zu schützen.“

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