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Mehrere Wehren üben für den Ernstfall bei Firma Rigips / Im Werk viel in Brandschutz investiert

Wenn es beim größten Arbeitgeber brennt

Bodenwerder. Erst im Sommer hatte es einen Feuerwehr-Großeinsatz im Riguips-Werk gegeben, als durch Funkenflug ein Schwelbrand in einer Produktionsstraße des Gipsplatten herstellers entstanden war. Darüber hinaus sorgen regelmäßige Fehlalarme der Brandmeldeanlagen im Werk dafür, dass die Wehren immer wieder mit Blaulicht und Sirene die Produktionsstätte an der Rühler Straße anfahren.

veröffentlicht am 29.10.2015 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:56 Uhr

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Autor:

Guido Laßmann
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Es war kurz vor 19 Uhr am Mittwochabend, als Sirenen und Meldeempfänger die Einsatzkräfte der Feuerwehren Bodenwerder, Linse und Rühle sowie kurze Zeit später auch Hehlen und Kirchbrak wieder einmal zum Einsatz riefen. Gemeldet wurde ein Feuer bei der Firma Rigips.

Was hier recht dramatisch klingt war jedoch eine groß angelegte Alarmübung der Feuerwehren. Die Einsatzschwerpunkte waren auf die Brandbekämpfung und Sicherung der Gebäude sowie die Wasserförderung aus Hydranten und der Weser. Hier sollte zudem auch eine im Gebäude befindliche Steigleitung, in der im Ernstfall Löschwasser von außen eingespeist werden kann und im Inneren durch die eingesetzten Brandschützer zur Wasserentnahme genutzt werden. Aber auch die „Wasserförderung aus der Weser sollte erprobt werden. Erschwerend kam hier die Dunkelheit hinzu.

Wie Ortsbrandmeister Martin Frese, der gemeinsam mit dem Linser Ortsbrandmeister Martin Grupe die Einsatzleitung übernommen hatte, mitteilt, sollte hier auch den im Inneren des Betriebsgebäudes eingesetzten Kräften die Gelegenheit gegeben werden, sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen.

Nach knapp zwei Stunden waren alle Vorgaben abgearbeitet und die Übungsziele erreicht. Beide Ortsbrandmeister zeigten sich zufrieden mit dem Übungsverlauf. Als weitere Übungsbeobachter waren der stellvertretende Kreisbrandmeister Jens Heinemeyer, Samtgemeindeausbildungsleiter Thomas Schulze sowie die beiden stellvertretenden Gemeindebrandmeister Hans-Albert Lange und Andreas Dörre vor Ort. Seitens der Firma Rigips begleiteten Bernd Waßmann und Achim Beckmann die Feuerwehraktivitäten. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte beteiligt. Der „Eigenschutz“ für die eingesetzten Kräfte wurde durch die Johanniter Unfallhilfe, die mit einem Rettungswagen am Übungsort waren, sichergestellt.

Zum Abschluss dankten die Einsatzleiter Martin Frese und Martin Grupe sowie Samtgemeindeausbildungsleiter Thomas Schulze den Einsatzkräften für ihre ständige Bereitschaft zur „Nächstenhilfe“ zu jeder Tages- und Nachtzeit. Rigips-Betriebsleiter Zdzislaw Tuchewicz nutzte ebenfalls die Gelegenheit, sich bei allen Beteiligten zu bedanken.

Für die Firma Rigips, dem größten Arbeitgeber in Bodenwerder, ist die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften der Feuerwehr besonders wichtig. Gerade durch den Umgang mit Papierprodukten, aus dem die Gipsplatten zum nicht unwesentlichen Teil bestehen, herrscht ein hohes Potenzial für mögliche Brandgefahren im Betrieb. Deshalb hat das Werk in den vergangenen Jahren viel in den Brandschutz investiert. Neben fünf unabhängigen Löschanlagen wird die gesamte Brandmeldeanlage ständig angepasst und auf dem neusten Stand der Technik gehalten, sodass hier ein hohes Maß an Sicherheit besteht.

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