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Für Wanderregion: Bodenwerder-Polle will 29 Touren anbieten / Arbeiten an den Wegen sollen bald starten

Weitere Schritte zum Qualitätserlebnis

BODENWERDER-POLLE. Um zu einer Top-Adresse für Wanderer zu werden, schreitet die Region weiter voran. Wie bekannt ist, will die Solling-Vogler-Region das Wander-Potenzial in der Gegend noch besser nutzen und eine zertifizierte „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ werden. Unterstützung gibt’s dafür vom Naturpark Solling-Vogler sowie den Niedersächsischen Landesforsten. Ein paar Schritte bis dahin fehlen aber noch.

veröffentlicht am 11.06.2019 um 17:21 Uhr
aktualisiert am 11.06.2019 um 18:30 Uhr

Um das Potenzial in der Solling-Vogler-Region noch weiter auszubauen, sollen Wanderer durch die Zertifizierung als Qualitätswanderregion angesprochen werden. Foto: pixabay
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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. Ende vergangenen Jahres gab es bereits die gute Nachricht, dass das Vorhaben mit knapp einer halben Million Euro aus EU- und Landesmitteln gefördert wird. Weitere 225 000 Euro müssen die Mitgliedskommunen und Landkreise finanzieren. Voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte 2019 soll mit der Umsetzung und nötigen Bautätigkeiten an den Wanderwegen begonnen werden. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Witterung und der Verfügbarkeit von Unternehmen ab. Weiterhin wurde ein Auftrag für 450 Eichenpfosten erteilt, Grafiker sollen sich mit dem Design von Pulttafeln, Erlebniselementen und Info-Tafeln beschäftigen und seit dem 3. Juni gibt es zusätzlich eine halbe Verwaltungsstelle beim Naturpark.

Die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle ist derzeit noch dabei, für die Wegenutzung mit einigen Eigentümern über Gestattungsverträge zu verhandeln. Bei vielen Grundstückseigentümern bedeutet das einen hohen zeitlichen Aufwand für die Verwaltung. Der Tourismusausschuss der Samtgemeinde hat in seiner jüngsten Sitzung befürwortet, dass die zukünftigen Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen auf die Samtgemeinde übertragen werden. Das schließt auch die Erhaltung von Möblierungen wie Bänken, Schutzhütten, Beschilderungen und Wegepfosten ein. Auf dem Gebiet der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle befinden sich 29 Rundwanderwege mit einer Gesamtlänge von 236 Kilometern. Zum Vergleich: Eschershausen-Stadtoldendorf will 16 Wanderwege mit einer Länge von 104 Kilometern einbringen, Delligsen-Grünenplan neun Wanderwege mit 75 Kilometern Länge und Holzminden 18 Wanderwege auf 153 Kilometern. Das Wegenetz in der Region soll zusammengenommen 146 Rundwanderwege beinhalten mit einer Länge von 1096 Kilometern.

Von den 29 Wanderwegen in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle sollen fünf als sogenannte Qualitätstouren mit besonderer Ausstattung ausgebaut wegen. Dazu gehören zum Beispiel Erlebniselemente an den Wegen, wie Klanghölzer oder Rätsel, an denen die Wanderer selbst aktiv werden können, oder Kunst in der Natur, wie geschnitzte Holzfiguren und Ähnliches. Außerdem zeichnen sich die fünf Qualitätstouren durch einen hohen Anteil an naturnahem Wegebelag aus.

Für die Wander-Region sollen auch die Beschilderungen angepasst werden. Für ältere Schilder, die nicht in das einheitliche Konzept passen, ist dann kein Platz mehr. Auch die über 40 Jahre alten und handgeschriebenen Schilder von Friedrich Schreiber aus Breitenkamp (wir berichteten kürzlich) sollen dann weichen.

Wanderwege, die nicht mehr Bestandteil des Konzepts sind, sollen ebenfalls demarkiert werden nach dem Motto: Weniger ist mehr. Damit soll der Pflegeaufwand eingegrenzt werden und der Fokus auf den ausgewiesenen Wegen liegen können.

Sind alle Anforderungen einer Qualitätsregion erfüllt, wird der Antrag beim Deutschen Wanderverband eingereicht. Die Zertifizierung als „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ ist befristet auf drei Jahre und wird dann erneut überprüft.



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