weather-image
29°
Blumige Festtage

Weihnachtssterne liegen ungebrochen im Trend

HEHLEN. Wer die Blumenhandlung der Familie Sporleder in Hehlen betritt, der braucht sich nicht lange umzuschauen, bis ihm ein kleines Meer von Weihnachtensternen entgegenleuchtet. Und auch im Hehlener Laden „Blumen und Ambiente Hoffmeister“ sind die Weihnachtssterne schnell gefunden.

veröffentlicht am 17.12.2017 um 16:21 Uhr

Susanne Sporleder, Chefin der Gärtnerei Sporleder empfiehlt ihren Kunden, die Weihnachtssterne nicht selbst mit Glitzer einzusprühen. Entsprechend funkelnde Exemplare gibt es im Handel zu kaufen. foto: ms
Maike Lina Schaper

Autor

Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Weihnachtssterne – das ist der ungebrochene Trend im vorfestlichen Blumenverkauf, da sind sich die Hehlener Blumenhändler einig. Bestätigt werden sie durch jüngst veröffentliche Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen. Grundlage sind die Ergebnisse der Zierpflanzenerhebung 2017. Dort ist, passend zur Vorweihnachtszeit, zu lesen: „Weihnachtssterne stehen mit 1,5 Millionen in Niedersachsen erzeugten Pflanzen weiterhin weit oben auf der Beliebtheitsskala der Zimmerpflanzen, trotz eines Produktionsrückgangs um 55 Prozent im Vergleich zu 2012 [...]“.

Von einem Rückgang der Verkäufe merkt man in Hehlen jedoch nichts. Weihnachtssterne seien eben „der Klassiker“, sagt Stephanie Schulz, Verkäuferin bei „Blumen und Ambiente Hoffmeister“. Der gleichen Ansicht ist Susanne Sporleder, Chefin der Gärtnerei Sporleder, und drückt es in einem Vergleich aus: „Weihnachtssterne gehören für die meisten Leute zum Fest dazu wie der Adventskranz.“

Klarer Favorit der Kunden – auch da lautet die Antwort aus beiden Blumenhandlungen gleich – sei der rote Weihnachtsstern. Wohl, weil man die Farbe eben mit Weihnachten verknüpfe. Danach würden die hellen Weihnachtssterne nachgefragt, in Cremefarben oder auch seit etwa drei Jahren neu im Trend: die reinweißen Weihnachtssterne. Spätestens ab dem ersten Advent steige in Hehlen die Nachfrage nach Weihnachtssternen, heißt es übereinstimmend in den Blumengeschäften.

Wer eine Alternative zu Weihnachtssternen sucht, dem schlägt Stephanie Schulz bei „Blumen und Ambiente Hoffmeister“ gewachste Amaryllis vor. Foto: ms
  • Wer eine Alternative zu Weihnachtssternen sucht, dem schlägt Stephanie Schulz bei „Blumen und Ambiente Hoffmeister“ gewachste Amaryllis vor. Foto: ms

Für Nachschub beim Weihnachtssternverkauf in ihrem Geschäft sorgen die Sporleders selbst. In einem Gewächshaus mit 1000 Quadratmetern wachsen die Wolfsmilchgewächse. Bei „Blumen und Ambiente Hoffmeister“ stammen die Pflanzen in ihrem Laden vom Blumengroßmarkt in Hannover oder aus regionalen Gärtnereien.

Tipps für die richtige Pflege gibt es beim Weihnachtssternkauf auch gleich dazu: Als wärmeliebende Pflanze möge sie es gern, wenn sie in beheizten Räumen stehe. Ein weiteres wichtiges Standortkriterium, das auch beim Kauf beachtet werden sollte: Die Blumen mögen keine Zugluft. An Weihnachtssternen, die draußen oder direkt an Eingangstüren angepriesen werden, könnte der Käufer also weniger lang Freude haben, als an gut positionierten Exemplaren. Außerdem sollten Weihnachtssternbesitzer darauf achten, dass das Wasser zum Gießen nicht kalt aus der Leitung kommt, sondern am besten handwarm ist. Einen großen Fehler mache auch, wer die Weihnachtssterne zu Hause mit Glitzer einsprühe. Susanne Sporleder rät ihren Kunden davon ab, denn davon gingen die Sterne ein. In ihrem Geschäft verkauft sie zwar auch glitzernde Weihnachtssterne, diese seien jedoch mit einem speziellen Glitzer behandelt. Weihnachtsstern-Fans, die diese Tipps beherzigen, schaffen sich eine gute Grundlage dafür, dass ihre Blume nicht nur das kommende Fest übersteht. Für rote Blätter im nächsten Jahr muss allerdings noch extra Sorge getragen werden. Denn als sogenannte Kurztagspflanze braucht der Weihnachtsstern ähnliche Lichtverhältnisse wie in seiner Heimat in Äquatornähe. Also gut zwölf Stunden Tag und zwölf Stunden Nacht. Pflanzenfreunde dunkeln ihren Weihnachtsstern daher vorübergehend mit einem Eimer oder Pappkarton ab. Kunden können sich im Blumenhandel beraten lassen.

Wer dem Weihnachtsblumen-Klassiker, egal in welcher Farbe, hingegen nicht so viel abgewinnen kann, für den gibt es auch Alternativen in den Geschäften. Christrosen als weitere „typische Weihnachtsblumen“ oder Orchideen würden auch gern genommen, sagt Susanne Sporleder. Bei Blumen und Ambiente Hoffmeister schlägt Stephanie Schulz gewachste Amaryllis vor. Das Besondere: Die Zwiebel der Pflanze ist mit einer Wachsschicht ummantelt. Sie muss weder eingepflanzt noch gegossen werden, sondern holt sich ihre Nährstoffe komplett aus der Zwiebel. Das hält zwar nicht so lange wie die eingetopfte Variante, ist beim anstehenden Fest jedoch sicher ein Blickfang neben dem klassischen Weihnachtsstern, der auch in diesem Jahr wieder millionenfach die Fensterbänke schmückt.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare