weather-image
16°

Das Warten auf den Bedarfsplan für die Samtgemeinde – noch läuft die Analyse

Was brauchen die Feuerwehren?

Bodenwerder/Polle. In den regionalen Feuerwehrkreisen ist es wohl das Wort des Jahres 2014: Brandschutzbedarfsplan. Verbunden mit einer umfangreichen Datenerhebung, bescherte er insbesondere den Ortsbrandmeistern im Bereich der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle zahlreiche zusätzliche Dienststunden am Computer. Hin und wieder wird – eher inoffiziell, eher in politischen Kreisen – darüber sinniert, ob die von einem externen Fachbüro zu erstellende Bedarfsanalyse bindenden oder eher empfehlenden Charakter hat. Manchem Kommunalpolitiker schwant, dass die Umsetzung des für 20 000 Euro in Auftrag gegebenen Bedarfsplanes mit Investitionen und Folgekosten in nicht unerheblichen Dimensionen verbunden sein wird. Für Gemeindebrandmeister Andreas Damrau indes stellt sich diese Frage nicht: „Wichtig für uns als Feuerwehr ist, dass diese Planung auch durch die politischen Gremien verabschiedet wird. Denn der Brandschutzbedarfsplan ist die objektive und fachliche Grundlage für zukünftige Entscheidungen und Beschaffungen – und nicht die Wunschliste der Feuerwehr“, so der „erste Mann“ der Brandschützer in der Samtgemeinde Bodenwerder/Polle. Dieses Statement platzieren er oder seine Stellvertreter Hans-Albert Lange, Thomas Schulze und Andreas Dörre in diesen Wochen auf jeder Hauptversammlung der aktuell 26 Ortsfeuerwehren, wo sich – zumindest meistens – auch Vertreter aus Politik und Verwaltung einen Eindruck vom Leistungsstand der jeweiligen Wehr verschaffen. Damrau: „Der Brandschutzbedarfsplan gibt allen Beteiligten Planungssicherheit: Wir wissen, mit welchem Einsatzmittel wir planen können. Und die Politik weiß, welche Kosten auf die Samtgemeinde zukommen.“ Noch sei die Bedarfsanalyse nicht abgeschlossen, ein erster Teilentwurf werde in Kürze einer Arbeitsgruppe bestehend aus Verwaltung, Politik und Feuerwehrführung vorgestellt. Annähernd 750 000 Euro investierte die Samtgemeinde 2014 in das Feuerschutzwesen. Zu den größeren Posten zählt die Anschaffung eines Hilfeleistungsfahrzeuges (HLF) für die Wehr Bodenwerder, der Umbau eines LF 8 für Hehlen sowie der Erwerb eines Wassersaugers, eines Hochleistungslüfters, der Ankauf von fünf Atemschutzgeräten und eines Mannschaftstransporters für die Gemeindefeuerwehr. „Seit dem 1. Dezember 2014 funken sämtliche Fahrzeuge der Samtgemeinde digital“, so Damrau in seiner Bilanz. Die Einführung der digitalen Kommunikation war mit Investitionen in Höhe von rund 90 000 Euro verbunden: für die Anschaffung der Endgeräte und den Einbau in die Fahrzeuge sowie die Umrüstung der Sirenen. Die Schulung der Sprechfunker ist angelaufen und wird fortgesetzt. Auf nahezu gleichbleibendem Niveau bewegt sich der Mitgliederstand: Zum Stichtag 31. Dezember 2014 leisteten in der Samtgemeinde 768 Männer und Frauen aktiven Feuerwehrdienst (fünf weniger als im Vorjahr). Die Altersabteilungen vereinen 179 Feuerwehrmänner (minus fünf), 96 Musikerinnen und Musiker (minus sieben) zählen die Feuerwehrkapellen. Mit 133 Jungen und Mädchen leisten 28 weniger als im Vorjahr Dienst in den neun Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde; ein Plus von zehn Kindern ist in den vier Kinderfeuerwehren zu verzeichnen, wo 59 Jungen und Mädchen spielerisch an das ernste Thema herangeführt werden. Mit 28 Teilnehmern aus dreizehn Wehren beginnt in Kürze ein Truppmann-1-Grundlehrgang.

veröffentlicht am 12.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:21 Uhr

270_008_7661614_bowe150_1201_Damrau_Andreas_mit_Wappen.jpg

Autor:

Sabine Weiße


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt