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SPD-Kreistagsfraktion will sich weiter für eine IGS in Bodenwerder einsetzen

„Wahlkampfgetöse zulasten der Schüler“

Bodenwerder (red). „Seit 2002 ist es erklärter Wille von Schule, Eltern und Politik am Standort Bodenwerder eine Gesamtschule zu errichten.“ Daran erinnert die SPD-Kreistagsfraktion in einer Erklärung, die SPD-Fraktionsvorsitzender Friedel Lages abgab. Die Elternbefragung im letzten Jahr habe ergeben, dass hier nicht nur die Rückläuferquote am größten war, sondern auch der Wunsch, eine IGS zu errichten. „Daraus jetzt seitens der CDU zu behaupten, dies erfolge allein aus ideologischen Gründen, ist vollkommen absurd“, reagiert die SPD auf die Vorhaltungen der CDU-Kreistagsfraktion (wir berichteten). „Schluss mit dem Wahlkampfgetöse zulasten der Schüler“, fordern die Sozialdemokraten.

veröffentlicht am 09.08.2015 um 13:50 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:38 Uhr

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Bereits 2003 wurde erstmals der Antrag gestellt, am Standort Bodenwerder eine Gesamtschule einzurichten. „Dieser Antrag wurde von der Landesschulbehörde abgelehnt, weil die CDU/FDP geführte Landesregierung (seit Anfang 2003 in der Regierungsverantwortung) aus ideologischen Gründen keine Neugründung von Gesamtschulen mehr zugelassen hat“, sagt Friedel Lages. 2008 sei das Verbot zwar aufgehoben worden, aber die Gründung wurde mit solch hohen Hürden verbunden (Fünfzügigkeit), dass auch der nochmals aufgrund eines Kreistagsbeschlusses (Rot/Grün war damals im Kreistag in der Opposition) gestellte Antrag scheitern musste, stellt die SPD-Kreistagsfraktion klar. Der Schulstandort Bodenwerder sei dadurch entscheidend geschwächt worden. Auf die CDU-Kritik reagiert die SPD mit einer Erinnerung: „Zum Schulkonzept, dass der Kreistag am 8. Dezember 2014 beschlossen hat, ist nur so viel zu sagen, dass ein Konzept der CDU für die zukünftige Gestaltung der Schullandschaft im gesamten Landkreis Holzminden dazu dem Kreistag bis heute nicht vorliegt. Der Errichtung einer IGS Bodenwerder selbst haben die CDU-Vertreter vor Ort, und das haben sie auch im Kreistag bekräftigt, voll zugestimmt.“

Natürlich sei es enttäuschend, bekennt Lages für seine Fraktion, dass die Zahl der Anmeldungen für die IGS so weit hinter den Erwartungen und auch den Prognosen zurückgeblieben ist. Hier gelte es, Ursachenforschung zu betreiben. Es sei eine deutliche Diskrepanz festzustellen zwischen dem Elternwunsch und den tatsächlichen Anmeldungen. Etwas verwundert zeigt sich die SPD-Fraktion über das Verhalten der Schulbehörde in Hannover. „Die Zahlen lagen der Landesschulbehörde schon mehrere Wochen lang vor. Daher ist es nicht nachvollziehbar, dass der Widerruf zur Genehmigung für das Schuljahr 2015/16 erst am ersten Ferientag erfolgt und nicht schon früher.“

Sofort nach dem Widerruf haben sich Verantwortliche vor Ort, darunter auch der der CDU angehörende Vorsitzende des Schulausschusses der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle, Vertreter der Schule, der Landesschulbehörde und des Landkreises zusammengesetzt und das weitere Vorgehen erörtert. Die Betroffenen wurden darüber informiert, berichtet Friedel Lages. Die Genehmigung zur Errichtung einer IGS sei aber nicht komplett widerrufen worden, sondern auf das Schuljahr 2016/17 verschoben und unter Auflagen erteilt. Jetzt gelte es, dass alle Beteiligten in Ruhe arbeiten können, um dieses Ziel zu erreichen. „Die Fragen, die die CDU jetzt stellt, sind doch längst von der Landrätin beantwortet: Es wird eine neue Schulleitung ausgeschrieben, die betroffenen Eltern werden zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, es wird von der Schule Öffentlichkeitsarbeit betrieben.“ Die SPD erneuert ihre Haltung und ihr Bekenntnis zur IGS und zum Schulstandort Bodenwerder: „Wir setzen uns gemeinsam mit der Schule, den Eltern und allen Beteiligten für eine IGS in Bodenwerder zum nächsten Schuljahr ein.“



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